Pierre Günzburger und Annette Ruef, Januar 2015

Vorbemerkung: Wir (Pierre Günzburger und Annette Ruef) haben das Vorbereitungsteam des Feldes für Transformation im Herbst 2014 verlassen ohne dies am letzten Treffen anzukündigen. Dieser Entscheid hat für uns und das IP-Umfeld einiges offen gelassen, darum haben wir ihn gemeinsam nochmal reflektiert. Wir sehen es für uns selber und die IP als wichtig an, einen versöhnlichen Abschluss unseres Engagements im Feld für Transformation zu finden. Dabei liegt es uns am Herzen, unsere Dankbarkeit auszudrücken für alles, was wir mit dem Feld und in der IP erleben, ausprobieren, erfahren und lernen konnten. Wir wünschen uns, dass der Vorstand und die IP Mitglieder, die uns nahe stehen oder sich Fragen stellen, unsere Beweggründe kennen. Gleichzeitig stellen wir unsere Sicht auf das Geschehen im Feld für Transformation und der IP, wie wir es nun mit etwas Distanz betrachten, für die bevorstehende Vorstands-Retraite zur Verfügung.

Blicken wir zunächst etwas weiter zurück. Was war deine Motivation, dich in der IP zu engagieren?
Pierre: Im 2009, als ich erstmals von der IP hörte, sah in darin die Möglichkeit, das, was ich auf meinem bisherigen spirituellen Weg gelernt und erfahren hatte, in die Realität bringen zu können, so wie es meine spirituelle Lehrerin formuliert hatte: „Our job is to bring heaven to earth.“
Annette: Ich kam an der Gründungsfeier im Mai 2011 dazu und war begeistert, eine Gruppe von Menschen zu erleben, die versuchten das zu leben, was sie in die Welt bringen wollen – „Be the change you want to see in the world“. Wenn der Wandel bei mir anfängt, kann ich ja auch etwas bewegen! Dies hat mich sehr ermutigt, mich gleich für die Binnenkultur zu melden.

Nun bist du tief eingetaucht und hast viel über die IP erfahren. Wie siehst du die IP heute?
Pierre: Wenn die IP versucht, in der etablierten Politik mitzuwirken, überträgt sich die dort vorherrschende Kultur der Angst – Angst vor Bedeutungslosigkeit, zu wenig Ressourcen, usw. – auf die IP und das führt zu Aktivismus, Handlungsdruck und gleichzeitig gibt es keinen Raum mehr um zu erspüren, was wir – als IP und als Menschen – wirklich wollen und können. Und es geht viel Energie in internen Auseinandersetzungen verloren, mit ein Grund für die Krisenstimmung. Der von der IP seit Beginn angestrebte Bewusstseinswandel, welcher ein Kulturwandel ist, kann so gar nicht gelebt werden. Ich glaube fest, dass Transformation in erster Linie über einen Kulturwandel hin zu einer Kultur der Liebe und des Vertrauens stattfindet. Das umfasst gleichzeitig eine individuelle und eine kollektive Entwicklung, mit den Worten Tich Nhat Hanh‘s „The next Buddha may be a Sangha.“ (Sangha = Gemeinschaft)
Annette: Für mich ist die IP ein mutiges Vorhaben von Menschen mit viel Herzblut und der wunderbaren Absicht, eine neue Art von Politik in die Welt zu bringen. Nun verheddern wir uns allerdings ständig im darin angelegten Paradox, das Neue in die heutigen Strukturen einbringen zu wollen. Mir kommt es vor wie der Versuch, versierte Autofahrer zu werden, obwohl es in unserer Vision weder Autos noch Autobahnen gibt. Das Vehikel Verein als Partei und Bewegung bringt zwangsläufig Widersprüche und zwiespältige Gefühle mit sich. Um damit elegant und vertrauensvoll umgehen zu können, müssten wir sehr wach und spielerisch veranlagt sein. Wir müssten mit Mitgliederzahlen und öffentlicher Aufmerksamkeit jonglieren können statt sie als gewichtige Massstäbe für unsere Wirksamkeit zu sehen. Aktuell nehme ich eher Krisenstimmung als Abenteuerlust wahr.

Wenn die IP in einer Krise steckt, wo liegt die Chance darin?
Annette: Ich sehe eine Chance auf Klärung. Die Vision in den Grundlagenpapieren ist so umfassend, dass sie eine wunderbare Projektionsfläche darstellt, viele finden ihren Wunschtraum dort formuliert. Ich habe auch spontan mitgemacht ohne eine Ahnung zu haben, was in einem Gefäss wie der IP überhaupt möglich ist. Dass ein Urwunsch der Gründer vereinfacht gesagt darin lag, eine Erfolgsparteiengeschichte nach dem Muster der Grünen zu schreiben, habe ich erst nach und nach verstanden. Ich glaube es ist an der Zeit uns einzugestehen, dass die IP anderen Gesetzmässigkeiten folgt und das umfassende Vorhaben eines tief-greifenden Wandels unserer Gesellschaft und Politik möglicherweise grössere Zeiträume beansprucht.
Pierre: Nun kann nochmals eine Grundsatzdiskussion geführt werden, was die IP wirklich will und auch kann. Viele Hoffnungen aus der Anfangszeit haben sich als Illusionen erwiesen, Ernüchterung ist eingetreten. Es geht jetzt darum zu schauen, was jetzt möglich ist.

Wie kommst du zu diesem Schluss?
Pierre: Wir haben uns z.B. im 2013 in den Gemeinderatswahlen in Wohlen/BE engagiert und am Schluss gemerkt, dass viel Energie in etwas gegangen ist, das nach aussen wenig Wirkung brachte, in diesem Fall: keine neuen Mitglieder. Jedoch war es eine wichtige Erfahrung für die IP Bern und der Prozess im Wahlteam war beispielhaft für das, was mit Selbstorganisation möglich ist. Oder: die Einführung der Holakratie im Vorstand empfand ich als Versuch, Strukturen aufzubauen, ohne vorher zu klären, was deren Inhalt sein soll. Die Energie floss ins Formale, das Lebendige, die Essenz, blieb auf der Strecke.
Annette: Ich sehe das Vorhaben der IP eingebettet in einen umfassenden Wandel, der mit der Entwicklung neuer evolutionärer Fähigkeiten einhergeht. Wir sind am lernen, wie eine Organisation als lebendiger Organismus funktioniert und wie wir uns von seiner inneren Weisheit führen lassen können – ähnlich wie ich mich meiner inneren Führung anvertraue. Dieses neue Führungs- und Organisationsverständnis fordert die Hingabe und authentische Mitwirkung aller Beteiligten. Noch arbeiten wir stark an den Voraussetzungen, authentisch miteinander zu sein und mutig unser individuelles Potenzial zu entfalten.

Was bedeutet das Feld für Transformation für dich? Warum hast du dich dafür engagiert?
Annette: Als ich erfuhr, dass sich die Kerngruppe auflösen will, habe ich mich vehement dafür eingesetzt, dass die Kultur der Kerngruppe weitergetragen wird, die ich als Nährboden für das Gedeihen des IP Bäumchens empfand. Die Form mit begrenzter Mitgliederzahl und Treffen mit einzelnen Gästen war dringend wandlungsbedürftig. Mich hat brennend interessiert, wie ein stimmiger, lebendiger, versöhnlicher Übergang von der Gründergeneration zur nächsten Phase gelingen kann. Ich bin immer noch beeindruckt, wie die IP sich in diesen Wandel begeben hat und nun mit dem Feld für Transformation ihren Weg sucht.
Pierre: Ich war am Kerngruppentreffen vom 15./16. Sept 2012 in der Gruppe, die sich den Namen „Neuanfang“ gab. Dort entstand das Bild vom integralen Leuchtturm. Mein spontanes Engagement für das Feld bzw. damals noch für die Kerngruppe entstand aus dem Impuls heraus, dass die IP einen Leuchtturm braucht und dazu einen Hafen, wo das integrale Bewusstsein gepflegt werden kann. Ein Scheitern der Kerngruppe, das dort sehr nahe schien, wäre für mich sehr traurig gewesen, ein Verlust für die IP. Anstelle der Auflösung wünschte ich eine Transformation der Kerngruppe in etwas dann noch Unbekanntes. „Transformation“ wurde deshalb für mich das zentrale Thema des Kerngruppentreffens am 11.11.2012, aus dem das Feld für Transformation entstand, und blieb es auch nachher, als das Feld ein Organ der IP wurde.

Was geschieht aus deiner Sicht im Feld für Transformation, mit welcher Ausrichtung oder Absicht?
Pierre: Ich habe die Feld-Treffen und deren Vorbereitung als ermöglichenden Raum erfahren – du hast diesen Begriff einmal in einem Blog verwendet und schön beschrieben. Es zeigt, was aus dem Potenzial der Menschen, die sich dort einlassen, entstehen kann und was ohne den Druck, ein Ergebnis erzielen zu müssen, möglich wird, wenn wir in einem vertrauensvollen und angstfreien Raum arbeiten – es war wirklich Arbeit, deren Ergebnis für die am Prozess beteiligten sichtbar und erfahrbar wurde.
Annette: Das Feld für Transformation, also die Treffen an denen sich das Feld manifestieren kann, bietet Raum, sich in offener Art und Weise auf aktuelle Fragen der IP einzulassen. Offen bedeutet für mich aus einer Haltung des Nicht-Wissens heraus und im Vertrauen auf die kollektive oder höhere Weisheit, ergebnisoffen zu arbeiten. Der Zeitraum eines Wochenendes erlaubt es, die Kultur der IP intensiv zu pflegen und experimentell weiterzuentwickeln. So können immer mehr Ebenen unseres Menschseins einfliessen und das Ergebnis sind reich gesättigte Erfahrungen aller Sinne.

Wie hast du die Entwicklung des Feldes erlebt?
Pierre: Mir wurde es erst kürzlich richtig bewusst, wie stark das Misstrauen war, auf das unsere Arbeit mit dem Feld von Anfang an und von verschiedenen Seiten in der IP stiess. Es war eine spürbare Angst vor dem, was dort geschieht oder geschehen könnte. Dabei lag es in der Natur der Sache, dass auch wir nicht wissen konnten, was herauskommt, wenn wir z.B. mit kollektiver Weisheit experimentieren. Gleichzeitig war es immer schwierig zu erklären und verständlich zu machen, was an einem Feldtreffen geschieht, weil das nur über die eigene Erfahrung geht. Ich hätte mir gewünscht, dass sich der Vorstand mehr an den Feldtreffen beteiligt hätte. Mein „Feuer“ für das, was das Feld ist und was dort passiert, war im Vorstand offensichtlich spürbar, doch der „Funke“ hat leider keine weiteren Feuer entfachen können.
Annette: Für mich war immer spürbar, dass wir in einem grossen Abenteuer stecken und laufend lernen und herausfinden wollen, wie nun dieses Neue durch uns in die Welt kommt. Also konkret, wie sich ein Gefäss mit der Qualität eines Feldes, das eigentlich die gesamte IP umfasst, in diesen Organismus einfügt, sich ausdrücken und einbringen kann. Die schwierige Vermittlung der „wundersamen Wandlung der Kerngruppe“ oder die schlichte Unmöglichkeit, Ergebnisse im herkömmlichen Sinn zu liefern, hat mich oft ohnmächtig gemacht. Die Ängste, die diese Offenheit und das Nicht-Wissen ausgelöst haben, auch das Unverständnis oder Überforderung, auf die unsere Arbeitsweise teilweise gestossen ist, haben viel Kraft gekostet. Ich verstehe die Verunsicherung um die Entwicklung des Nachfolgeorgans der Kerngruppe und bin froh, dass das Feld für Transformation an der letzten GV nun bei den Mitgliedern angekommen ist.

Wie war die Zusammenarbeit im Vorbereitungsteam des Feldes?
Pierre: Zuerst waren ja nur wir beide, da hat sich fast alles spontan und aus der gemeinsamen Ausrichtung und im gegenseitigen Vertrauen ergeben, und das war auch noch so, als wir zu dritt waren. Schwieriger wurde es, als wir 2013 sechs bzw. 2014 fünf im Team waren, vor allem wegen der unterschiedlichen Vorstellungen, die so zusammen kamen. Dazu geht aus den Dokumenten der Strategiegruppe vom Frühjahr 2013 ein starkes Bedürfnis hervor, das – wie es sich für sie wohl darstellte – nicht so ganz fassbare Feld für Transformation zu steuern und kontrollieren, was u.a. durch ihre Interventionen in der Teamzusammen-setzung geschah. Die Ausrichtung unserer Arbeit im Feld, wie wir sie in mehreren Reflexionsdokumenten beschrieben hatten, wurde in der neuen, von der Strategiegruppe geprägten Teamzusammensetzung nicht mehr von allen voll mitgetragen. Ich anerkenne aber die Bereitschaft aller im Team, die dabei aufgetretenen Konflikte offen anzugehen – für mich ganz wesentlich für die neu entstehende Kultur und neu für die IP.
Annette: In diesem Team habe ich sehr viel schöne „integrale“ Zusammenarbeit erlebt. Ich habe es als grosse und lohnende Herausforderung empfunden, mit der Frage, was der IP gerade dient, ein Treffen vorzubereiten. Bei aller notwendigen Planung und Strukturierung bestand immer die Absicht, am Treffen ganz auf den Moment eingehen zu können. Diese Spontaneität erfordert ein hohes Mass an Vertrauen im Team, die ich sehr geschätzt habe. Im Rückblick staune ich, wie es gelang, die neuen Mitwirkenden in’s Team aufzunehmen – nach dem Grundsatz, dass sich alle einbringen können sollen, die einen Impuls dazu spüren. Das zwang uns, grosse Integrationsarbeit zu leisten, nach meinem Empfinden stellvertretend für die gesamte IP. Wir übten und erweiterten unsere Konfliktfähigkeit und ich habe immer wieder dankbar erlebt wie wir nach allen Turbulenzen zu einer frohen Herzlichkeit und Verbundenheit fanden.

Wie siehst du das Feld für Transformation heute?
Annette: Die IP steckt immer noch in einem grossen Übergang, und das Herausfinden was es mit dem Feld auf sich hat, ist ein Teil davon. Wir haben nun ein paar Mal ausprobiert, was möglich ist an halbjährlichen Wochenend-Treffen mit wechselnden Mitwirkenden, die sich punktuell in den Dienst der IP stellen. Viele Fragen, wie ein gegenseitig befruchtender Austausch mit dem Vorstand und den Regionen, sind immer noch offen. Für mich sind innerhalb des Feldes für Transformation weiterhin mehrere unterschiedliche Gefässe denkbar. Die offenen Treffen zum experimentellen Erforschen von IP Fragen und Erleben von IP Kultur könnten zum Beispiel parallel in der Deutschschweiz und der Romandie stattfinden, und je nach Interesse könnten sich geschlossene Gruppen über einen gewissen Zeitraum bestimmten Fragen widmen.
Pierre: Ich sehe das Feld nach wie vor als den Ort, an dem wir alles das erfahren und entwickeln können, was für mich die neue Kultur ausmacht: Selbstvertrauen, Vertrauen in ein Geführt-Sein, Selbstermächtigung, Mut zum Risiko, Bereitschaft, an die eigenen Grenzen zu gehen und manches mehr, über das ich immer wieder geschrieben habe. Ich sehe das als den Weg an, auf dem die IP zu ihrem Kernziel, der tiefgreifenden Transformation der Gesellschaft, beitragen kann – wenn sie sich für diesen Weg entscheidet und sich darauf fokussiert.

Warum machst du im Feldteam nicht mehr mit?
Pierre: Im Frühjahr 2014 bin ich aus dem Vorstand ausgetreten, u.a. mit dem Gefühl, im Feld könne ich das besser umsetzen, was mir am Herzen liegt. Im Vorstand waren die Schwerpunkte je länger, je mehr anders. Inzwischen hat sich auch im Feld-Team eine solche Dynamik entwickelt. Für mich ist es aber unmöglich, die Kultur der Liebe mit einem Machtkampf durchsetzen zu wollen – das wäre ein Widerspruch in sich.
Annette: Mein Leben hat sich im letzten Jahr grundlegend gewandelt. Ich habe einen neuen Blick auf mich, die Welt und die IP gewonnen und sehe nun, dass meine ganze Kraft anderswo gefordert ist: Das neue Miteinander braucht Alltag und Gemeinschaft. Mir wurde verständlich, dass IP wie Holon und andere integrale Organisationen sich schwer tun, den Wandel zu leben, ihre Kräfte zu bündeln oder ein Feld zu verdichten, weil die meisten Mitglieder und ihr Umfeld noch so anders leben. Wenn Dialog im Kreis, neue Entscheidungsformen, wache Begegnungen offener Herzen oder stetiges Einstimmen auf das grössere Ganze alltäglich werden, können wir unsere Erfahrungen leichter in das politische Feld tragen. Meine Aufgabe sehe ich nun darin, gemeinschaftliches Leben für mich und andere Wirklichkeit werden zu lassen.

Was ist für dich rückblickend das Wichtigste oder die schönste Erfahrung im Feld?
Pierre: Zu erleben, wie sich Menschen auf Prozesse einlassen, deren Ausgang offen ist, und was daraus sowohl kollektiv wie individuell möglich wird. Ich habe gesehen, wie einzelne aufgeblüht sind und gleichzeitig war es ein berührendes Gruppenerlebnis. Und ich selber konnte meine Fähigkeiten in der Arbeit mit Gruppen ausweiten, neues ausprobieren, vertrauen lernen und Vertrauen erfahren und in allem sehr viel lernen.
Annette: Für mich war es absolut verblüffend und beglückend zu erleben, wie sich beim Forschen der Kerngruppe nach der geeigneten neuen Form ein Feld gezeigt hat. Nach meinem Empfinden habe ich an diesem 11. November 2012 Emergenz erlebt. An den Treffen war ich immer wieder tief berührt von der Bereitschaft der Mitwirkenden, sich ganz auf ein Geschehen mit offenem Ausgang einzulassen, und von der Kreativität und Weisheit die so sichtbar und spürbar wurde.

Was nimmst du mit für deinen heutigen Weg?
Pierre: Ich möchte den Weg der Kultur der Liebe und des Vertrauens immer mehr leben, wo und wie ich kann. Mein Leben in den letzten paar Jahren hat mir bereits einige Gelegenheit dazu gegeben. So lasse ich auch das Feld los, weil es mir jetzt für meinen weiteren Weg nicht mehr dient und ich der IP auf ihrem Weg so nicht mehr dienen kann. Und – ganz wichtig für mich – es ist kein Aufgeben meiner eigenen Visionen und Ideale, sondern ein mir selber treu bleiben. Und bei all dem, es bleibt eine Trauer, dass es uns nicht gelungen ist, den Traum in die Realität zu bringen.
Annette: Mit der IP und im Feld für Transformation habe ich enorm viel gelernt über Gruppen, Felder und Organisationen, über kollektive Weisheit und Wandel. Die IP ist für mich ein geniales persönliches und gesellschaftliches Lernfeld, das ich weiterempfehlen kann. Ich kenne meine Herzensanliegen nun besser und möchte vertiefen, wie wir kollektiv weise und wirksam werden können. Was andere mit Collective Presencing umschreiben, könnte ein Leitfaden werden für eine neue Gruppe, die ich mir durchaus in der IP vorstellen könnte. Das ist aber alles noch offen.

Gibt es etwas, das du zum Schluss sagen möchtest oder wofür du besonders dankbar bist?
Pierre: Ich bin sehr dankbar für alles, was ich im Feld und in der Arbeit in der IP generell erfahren konnte, für die Begegnungen, Herausforderungen, Lektionen, die schönen wie die schwierigen. Es war jetzt wichtig, mit diesem Gespräch nochmals selber Klarheit zu erhalten und ich wünsche mir, dass dies auch für alle, die das Lesen werden, so sei. Und dass alle, die uns begegnet sind, das ebenso klar verstehen und das Geschehene loslassen, damit wir uns jederzeit wieder freundschaftlich begegnen können.
Annette: Ich habe eine wunderbare Zeit mit dem Feld für Transformation verbracht und bin dankbar für die kostbaren Erfahrungen, besonders dafür, dass ich mich auf vielfältige Weise ausprobieren und daran wachsen konnte. Wenn ich meine Schwerpunkte für die nächste Zeit anders setze, so weiss ich, dass ich ohne die Erfahrungen mit der IP an einem anderen Ort stehen würde. Ich habe spannende, beherzte und zutiefst engagierte Menschen kennengelernt und freue mich auf ein Wiedersehen!