Bastiaan Frich

Bastiaan Frich

IP Basel Stadt

Bastiaan Frich folgt seit Jahren seiner Vision für eine achtsamere und friedlichere Welt. Als Social Entrepreneur hat er diverse preisgekrönte Projekte, Non-Profit-Organisationen (NPO’s) und KMU’s entwickelt, die alle an einer ganzheitlichen und erdverträglichen Gegenwart und Zukunft schaffen. Bereits seit Jahren begleitet er PionierInnen des Wandels in vielseitiger, internationaler Seminartätigkeit. Wegweisend für sein tägliches Engagement waren allem voran das Vertrauen seiner Eltern und seine frühen Begegnungen mit seinen Mentoren Marshall Rosenberg, Kelly Bryson, Peter Schröter, Nicanor Perlas und Rajagopal.

Werdegang

1987 in Basel geboren, danach nomadisches Familienleben in Europa und Asien bis zur Einschulung. Studierte Gewaltfreie Kommunikation am Center for Nonviolent Communication. Parallel dazu arbeitete er in unterschiedlichen Branchen (Tiefbau, Gartenbau, Gastronomie, Eventmanagement, Landwirtschaft). Daraus folgend Aufbau diverser NPO’s, Familiengründung, selbständige Beratungstätigkeit, Seminartätigkeit. «Berufsbegleitend» Studium der Biologie an der Universität Basel. Diverse Geschäftsleitungsmandate in NPO’s und KMU’s. Aufbau Demeter-Betrieb als Solidarische Landwirtschaft (7 ha, Nuglar/SO). Leitung Natur-Gartenpark Sonnhalde Gempen.

Urban Agriculture Basel und Friedenskultur

«Frieden geht durch den Magen. Jeder Bissen den wir zu uns nehmen, ist irgendwo gewachsen und hat eine ganz eigene Geschichte, die wesentlich zu Leid oder Freude aller Beteiligten beitragen kann» ist Bastiaan Frich überzeugt. Seit 14 Jahren engagiert er sich getreu diesem Motto für eine gerechte, ökologische und gemeinwohlorientierte Lebensmittelversorgungskette. Das Netzwerk Urban Agriculture Basel, mit heute über 70 Projekten und Initativen, ist demnach eines seiner lokalen Herzensprojekte. Für mehr Genuss, für die Natur und mehr Achtsamkeit und globale Solidarität im Alltag.

Kontakt

Du kannst Bastiaan persönlich kennenlernen an unseren Anlässen, an den öffentlichen Monatstreffen von Urban Agriculture Basel im Kanton Basel und/oder an den Anlässen von Weltacker Schweiz an diversen Orten der Schweiz.
E-Mail: bastiaan.frich@urbanagriculturebasel.ch oder bastiaan@weltacker.ch

Mein Fixstern: Wandel, hin zu einer neuen Friedenskultur.

Konkreter Fokus und Engagement:

Ernährung und Landwirtschaft: Ich setzte mich konsequent für eine genussvolle, ganzheitlich friedensfördernde Ernährungskultur und damit für eine regenerative Landwirtschaft ein. Zeigen wir dem Planeten Erde mit jeder Handlung, dass wir ihn wirklich lieben. Gesunde Ernährung muss für alle möglich sein!

mehr lesen

Jeder Bissen den wir zu uns nehmen ist irgendwo auf «unserem» Acker gewachsen. Jeder Bissen, den wir zu uns nehmen, ist ein sozialer, ökologischer und ökonomischer Auftrag, mit dem wir Leid oder Friede fördern können. Die Waldbrände des Amazonas sind in Wirklichkeit nicht nur Waldbrände dort – es sind Waldbrände in unseren tausenden Kantinen und Mensen, es sind Waldbrände auf unserem täglichen Teller! Der Weltagrarbericht (IAASTD, 2008) und der Sonderbericht (SRCCL) des Weltklimarat (IPCC, 2019) zeigen auf eindrückliche Weise: weiter wie bisher ist keine Option. Die grossflächige konventionelle Landwirtschaft zerstört unsere Lebensgrundlage! Den einen einzigen Ansatz für eine regenerative Landwirtschaft gibt es nicht; aber viele vielversprechende Puzzleteile, innovative Ideen und wissenschaftliche Erkenntnisse. Eine grosse Verantwortung liegt dabei bei uns allen, denn wir essen hier alle 3 mal täglich. Heute könnte die Landwirtschaft 12 Milliarden Menschen gesund ernähren (Cassidy, 2013) und trotzdem stirbt noch heute alle 5 Sekunden ein Kind an Hunger. Während 1,4 Mia. krankhaft übergewichtig sind, hungern heute 868 Millionen Menschen auf der ganzen Erde.

Erziehung und Bildung: Ich setze mich konsequent für eine Erziehung und Bildung zu Gewaltfreiheit und Frieden ein, dies von der Geburt bis zum Tod. Integrierte Friedensförderung braucht viele Kompetenzen; diese Kompetenzen müssen priorisiert werden und für alle zugänglich sein.

mehr lesen

Was Kinder an Umfeld bzw. Entwicklungsmöglichkeiten und wir Menschen allgemein brauchen, um ein zufriedenes, erfülltes, glückliches Lebens führen zu können, wissen wir heute dank der Forschung der interpersonellen Neurobiologie (IPNB) sehr genau. Leider fehlt es uns oft an den entscheidenden Kompetenzen und so verharren wir meistens in unseren festgefahrenen Mustern, sowohl auf persönlicher, familiärer als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Das ist weiter auch gar nicht erstaunlich, denn werden im Normalfall weder im Elternhaus, noch in der Schule, noch in der Arbeitswelt die nötigen Kompetenzen vermittelt. Kooperation statt Konkurrenz, Homo cooperativus an Stelle von Homo oeconomicus lautet die Alternative. Die eine einzig richtige Lösung gibt es auch hier nicht, aber auch hier gibt es tausende Initiativen, die aufgebrochen sind, an Alternativen zu forschen und experimentieren.

Konsum: Ich setzte mich konsequent für Genügsamkeit, einen achtsamen Konsum und das Einhalten der durch die Schweiz ratifizierten Agenda2030 (SDGs)* ein. Suffizienz kann zelebriert werden und das Verzichten wird zur Entlastung.

* Wobei ich den durch die Schweiz festgelegten 73 konkreten Indikatoren und Unterziele skeptisch gegenüberstehe. Sie entsprechen in vielen Punkten m.E. nicht einer ganzheitlichen zukünftigen Friedenskultur.

mehr lesen

Die Anhäufung neuer materieller Güter ist bei uns in Mitteleuropa die schwerwiegendste Umweltbelastung, dies noch vor dem Flugzeugtransport und dem Fleischkonsum. Shoppen ist eine der wichtigsten Lebensinhalte geworden und etwas Neues zu kaufen oftmals die verbliebenen Glücksmomente im Alltag. Es sind genau diese hunderten, tausenden von Sachen, Dingen (oder Gerümpel), die wir ansammeln, die in anderen Teilen der Welt zu einer veritablen sozialen und ökologischen Katastrophe führen. Als Schweizer KonsumentInnen haben wir einen viel grösseren Einfluss auf die Umweltbelastung, als dass den allermeisten während dem Akt des Kaufes bewusst ist (Porcelijn, De Verborgen Impact, 2016). Wenn wir nicht mehr tanken, gibt es auch kein «Deepwater Horizon». Empören wir uns nicht nur, wenn etwas «dort» schief läuft, empören wir uns über den Normalzustand (auch wenn es unbequem ist), denn letztlich verlieren wir sonst alle dabei. Konsum kann aber auch anders sein: die alltägliche Entscheidung wie wir konsumieren, entscheidet über die Welt von morgen. Konsum kann friedensfördernd sein und kann wertvolle Lebensgrundlagen schaffen.

Sicherheit:Ich setze mich konsequent für friedenschaffende Kompetenzen und Gewaltfreiheit ein. Ich setze mich humorvoll für ein Friedensministerium und ein Bewusstsein der alternativen Altersvorsorge 4. – 7 Säule ein.

mehr lesen

Heute wird uns weise gemacht, dass vor allem 2 Strategien unser Sicherheitsbedürfnis erfüllen: Geld und militärische Schlagkraft. Geld funktioniert nur solange wir daran glauben, ist also eine Illusion und das Frieden langfristig durch militärische Schlagkraft erhalten werden kann, halte ich für einen schlechten Witz, der sich in der Geschichte der Menschheit noch nie bewährt hat. Dies umzukrempeln gibt viel Gegenwind. Fangen wir mit 2 Ideen für langfristige, tiefgründige, nährende Sicherheit an:

1. Friedensministerium: Der Bund will 8 Mrd. Sfr. für neue Kampfflugzeuge ausgeben. Wie wäre es, nur die Hälfte der Kampfflugzeuge zu kaufen und dafür mit 4 Mrd. Sfr. ein Friedensministerium aufzubauen, welches auf nationaler Ebene ganzheitliche friedensfördernde Angebote entwickelt und inspiriert von Bhutan das «Bruttoinlandglück» gefördert und erhoben wird?

2. Persönliche Ergänzung Altersvorsorge Modell 4. – 7. Säule: Die Schweiz hat ein (mehr oder weniger) bewährtes Altersvorsorge Modell mit 3 Säulen. Ich schlage zum Anfangen vor, 4 weitere Säulen ins Bewusstsein zu nehmen, deren «Konti» wir von Geburt an bewusst äufnen können und derer return-on-invest nicht monetärer Art sind:

  • 4. Säule: Kernkompetenzen Grundbedürfnisse aneignen (Ernährung, Gesundheit, Obdach)
  • 5. Säule: Das Leben anderer bereichern bzw. in das Gemeinwohl, in meine Gemeinschaft/Stamm investieren (schenken)
  • 6. Säule: In meine geistige, emotionale, spirituelle Entwicklung investieren
  • 7. Säule: mich für meine mich umgebende Ökosysteme (Lebensgrundlage) engagieren

Politische Prozesse (Meta-Ebene): Ich setze mich konsequent für ein integrales politisches Handeln ein, vom aufrichtigen Zuhören zum ehrlichen Ausdrücken, in der Ur-Enkeltauglichkeit Entscheidungskriterium in allen Situationen ist, in der gemeinsame, lebensdienliche Nenner verschiedener politischer Ansichten wichtiger sind als der Disput gegensätzlicher Meinungen und parteipolitischer Taktiken.

mehr lesen

Als BürgerIn steht man bei der Stimmabgabe oft vor der mühsamen Wahl «Entweder für Altlasten oder Neulasten» abstimmen zu müssen, bzw. an Symptom-Fragen die am Kern der Sache vorbei gehen. Die konsequenten lebensdienlichen, ganzheitlichen Alternativen, oft nicht im wirtschaftlichen Interesse eines permanenten Wachstums (sic!), haben vor dem Volk kaum eine Chance. Bleibt die Möglichkeit, es trotzdem zu tun, freiwillig, intrinsisch. Beispiel: Verbrennungsmotoren oder Elektroautos? Viel besser: Entschleunigung ist das Motto! Gehen wir zu Fuss oder mit dem Velo! Welche Politik und welche politischen Prozesse, welche Gremien braucht es heute, damit die Herausforderungen im aufrichtigen Sinne des Gemeinwohls gemeistert werden können?

 

Aktuelle Initiativen, die ich unterstütze: