Marie-Louise Schmid

Marie-Louise Schmid

IP Zürich

Integrale Politik fängt für mich beim Individuum an.

Die Existenzweise des Seins von Erich Fromm hat über viele Jahre hin sehr angesprochen. Dieser Leitgedanke hat mein Wesen berührt und mir geholfen, die Relationen von Erfolg und Karriere in ein für mich stimmiges Licht zu rücken. Diese Seins-Struktur definiert Erich Fromm wie folgt:

«Mit Sein meine ich eine Existenzweise, in der man nichts hat und nichts zu haben begehrt, sondern voller Freude ist, seine Fähigkeiten produktiv nutzt und eins mit der Welt ist.»

Das TUN, was schlussendlich zum HABEN führt, hatte in meinem Leben einen hohen Stellenwert. Die gleichzeitige Sehnsucht nach dem SEIN ermöglichte mir eine gute Balance zu finden. Insbesondere bei Aktivitäten in der Natur fand ich meinen Ausgleich.

Diese Sehnsucht nach dem SEIN hat schlussendlich auch dazu beigetragen, dass ich zum frühestens möglichen Zeitpunkt in Frühpension ging. Mit dem Ausstieg aus dem intensiven und auch verantwortungsvollen Berufsleben stellten sich mir folgende Fragen:  Wie gelingt es mir, meinem Leben, auch ohne berufliche Herausforderungen einen Inhalt zu geben? Gelingt es mir, zufrieden zu sein mit dem was ist, auch wenn es gemäss meines bisherigen Wertesystems mit wenig Produktivität verbunden ist?

Was will ich gerne SEIN und TUN?

Mit dieser Frage bin ich 2012 auf die IP gestossen. Integrale Politik – aus der Intelligenz des Herzens – gaben mir auf wunderbare Weise eine Antwort auf  Was will ich gerne SEIN und TUN.

So engagiere ich mich seit 2012 in der IP. Dabei sind mir politische Themen genauso wichtig wie die Auseinandersetzung mit dem integralen Bewusstsein. Ganzheit zu leben und im Herzen zu spüren, dies ist und bleibt meine grosse Sehnsucht.