«Fortschritt besteht nicht in der Verbesserung dessen, was war, sondern in der Ausrichtung auf das, was sein wird.» Khalil Gibran
Erklärung zum Vorgehen und zum Ziel, des Politischen Kommentars
Der politische Kommentar der IP Schweiz ist das Ergebnis eines Prozesses, mit dessen Hilfe integrale Positionen zu eidgenössischen Abstimmungsvorlagen gefunden werden. Dabei wird ermittelt, ob eine Vorlage einen Schritt in die Richtung einer Vision einer integralen Gesellschaft bedeutet, das heisst, einen Beitrag zur Transformation der Gesellschaft leistet, oder ob das Anliegen nur eine sich im Kreis drehende Variante des Bestehenden ist. Die Vorlagen werden vom Politischen Ausschuss der IP Schweiz beurteilt.
Das Ergebnis dieses Ermittelns entspringt einer Momentaufnahme und findet Ausdruck in einer integralen Beleuchtung mit konkreten Begründungen.
Das Ziel des Kommentars ist es, die Leserinnen und Leser zu animieren, mit ähnlichen, visionsorientierten Überlegungen zu ihrem je eigenen Ergebnis zu kommen. Das Ziel einer integralen Position ist es nicht, Recht zu haben, sondern die Menschen zu mehr Bewusstheit zu führen.
Die Verantwortlichen für diese Ausgabe sind: Pierrot Hans, Pascal Furrer, Remy Holenstein, Kathrin Schelker, Tizian Frey
Als Gäste haben mitgewirkt: Istvan Stephan Hunter von Demokratie-Schweiz und Michael Müller vom IP-Kreis Zürich.
Diese Vorlagen stehen gesamtschweizerisch zur Abstimmung
+ Direkter Gegenentwurf (Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorugung)
2 – Volksinitiative “200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)”
Für alle Abstimmungen die keine Abstimmungsempfehlung haben bist du besonders eingeladen,
deiner eigenen inneren Stimme zu folgen und wahrzunehmen, was dein Kompass zeigt.
Unsere Überlegungen entstanden im gemeinsamen Prozess, getragen von Herz, Verstand und Intuition.
Spüre hin. Fühlt sich die Vorlage lebendig an oder leblos?
Entscheide danach.
1 – Volksinitiative “Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)»
+ Direkter Gegenentwurf (Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorugung)
Was die Vorlage will:
Die Initiative will die Verfügbarkeit des Bargelds und den Franken als schweizerische Währung neu in der Verfassung verankern. Hierfür will sie den Bund dazu verpflichten, sicherzustellen, dass Münzen oder Banknoten immer in genügender Menge zur Verfügung stehen. Zudem soll es nur mit Zustimmung von Volk und Ständen möglich sein, den Schweizerfranken durch eine andere Währung - insbesondere digitale Währungen - zu ersetzen.
Das integrale Zukunftsbild
In einer Integralen Gesellschaft verfügen alle jederzeit individuell und selbständig über die notwendigen Mittel zur angemessenen Finanzierung ihres persönlichen und gesellschaftlichen Lebens. Der Tausch zwischen den Individuen basiert auf einem kooperativen Zusammenleben.
Abstimmungsempfehlung: Die Initiative geht klar in Richtung der Vision.
Unsere Überlegungen dazu:
- Solange das gesellschaftliche Zusammenwirken noch auf Konkurrenz (statt Kooperation) basiert, ist Bargeld in Form von physischen Münzen und Noten das wirksamste Mittel, um die Unabhängigkeit des persönlichen Tausches von Werten – ohne Kontrolle durch ein digitales Finanzsystem – zu garantieren.
- Die Geldschöpfung ist Sache der Allgemeinheit und sie hat sie zu verantworten.
- Es besteht die Gefahr, dass das Bargeld als Zahlungsmittel auch ohne Verbot mehr und mehr verschwindet, weil viele Konsument:innen digitale Zahlungsformen bequemer finden. Zudem wird von den Zahlungs-Empfängern zunehmend das Zahlen in digitaler Form vorgeschrieben.
- Demgegenüber muss zur Gewährleistung der persönlichen Unabhängigkeit sowohl der genügende Zugang zu physischem Bargeld als auch das generelle Recht auf Zahlung mit physischem Bargeld garantiert werden.
- Um dazu die Zuständigkeit beim Volk zu behalten, ist es offenbar nötig, diese Prinzipien in der Verfassung ausdrücklich zu verankern.
- Weder die Initiative noch der Gegenvorschlag garantieren den Weiterbestand von Bargeld. Deshalb wünschen wir, dass im Artikel 99 oder in einem Gesetz verpflichtend festgeschrieben wird, dass in der ganzen Wirtschaft weiterhin mit Bargeld bezahlt werden kann.
- Mit dieser Gewährleistung von Bargeld wird für alle Individuen der Gesellschaft eine Sicherheit geschaffen, damit ihnen nicht durch Konto-Sperrungen oder entsprechende systemische Massnahmen die Zuständigkeit über die eigene Geldverwendung entzogen werden kann.
- Es gilt auch zu bedenken, dass Geld stets einen Gegenwert haben sollte. Die Nationalbank hat die Vorschrift, dass sie nur so viel Geld im Umlauf hält, wie es der Wirtschaftskraft des Landes entspricht. Zudem können die Nationalbank-Verantwortlichen stets überprüfen, wie viel Bargeld im Umlauf ist.
Anders verhält es sich mit Geld, das durch Zinsversprechen geschöpft wird und ebenso mit dem elektronischen/digitalen Geld. Diese Geldflüsse entziehen sich weitgehend der Kontrolle der Nationalbank. Deshalb sind sie mit grossen Unsicherheiten behaftet. Demgegenüber behalten Noten und Münzen ihren Wert in normalen Zeiten. Sie sind stets greifbar und machen mich unabhängiger gegenüber digitalem Geld. - Münzen und Noten sind physische Stellvertreter für Güter. Diese Kenntnis ist wichtig für die Einsicht in die Nützlichkeit von Geld. Das fördert die Selbstkontrolle und das Bewusstsein über dessen Wert und Verfügbarkeit.
- Die Verwendung von Kreditkarten führt dazu, dass Menschen deutlich mehr einkaufen. Das ist nicht im Sinne der Nachhaltigkeit.
Die besonderen Anliegen der IP
- Bargeld ermöglicht direkten Tausch, ohne dass er über ein fremd-kontrolliertes System gehen muss; das schafft Unabhängigkeit. Beim Gebrauch von Bargeld wird die Einflussnahme durch das Finanz-System und die damit verschränkte Politik verringert.
- Es entspricht einem Menschenrecht, dass die Dinge für das tägliche Leben für alle nach eigenem Bedürfnis und Geschmack stets entscheid- und verfügbar sind.
- Bargeld ist in unseren aktuellen Gesellschaften und gemäss freiheitlichen Prinzipien der Volks-Souveränität ein wichtiger Teil in unseren täglichen Aktivitäten und schafft Unabhängigkeit. Diese Freiheit soll gewährleistet bleiben.
2 – Volksinitiative “200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)”
Was die Vorlage will:
Die Initiative will die Mittel der SRG kürzen. Heute bezahlen Privathaushalte 335 Franken. pro Jahr. Auch mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen bezahlen eine Abgabe. Deren Höhe richtet sich nach dem Umsatz des jeweiligen Unternehmens. Die Initiative verlangt, die Abgabe für Privathaushalte auf 200 Franken pro Jahr zu beschränken. Zudem will sie sämtliche Unternehmen von der Abgabe befreien. Die SRG soll sich auf einen “unerlässlichen Dienst für die Allgemeinheit” beschränken.
Das integrale Zukunftsbild
Eine integrale Gesellschaft braucht zu deren Gedeihen sachliche, objektive, vielseitige und interessenunabhängige Informationen. Dieses Allgemeingut steht allen frei und unabhängig zur Verfügung. Alle können sich jederzeit davon abholen, was sie gerade brauchen und tun damit etwas für die Gemeinschaft Nützliches. Medienschaffende lernen laufend dazu und setzen sich ein für Bewusstseinserweiterung und Einigung in der Schweiz und in der Welt. Sie wirken durch ihre vielfältig differenzierte und offen zur Diskussion gestellte Präsentation verbindend – nicht spaltend. Die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel für die Beschaffung dieser Informationen und ihre Aufarbeitung ist Sache der Mitglieder der Gesellschaft.
Abstimmungsempfehlung: Weil die Annahme der Initiative die grundlegenden Probleme der Medien eher noch verschlechtert als löst, gibt der Politische Ausschuss keine Empfehlung ab.
Unsere Überlegungen dazu:
- Die Medien in einer integraleren Gesellschaft werden von der Allgemeinheit getragen. Die Gemeinschaft unterstützt die Medien bei der Beschaffung und Vermittlung von für uns alle zugänglichen Informationen.
- Die Medien werden unter kooperativ funktionierenden gesellschaftlichen Strukturen weniger anfällig auf manipulative und spaltende Handhabung von Informationen sein.
- Informationen sollen von allen Medienschaffenden so vorbereitet werden, dass die LeserInnen die Inhalte verstehen können. Das gilt auch für wissenschaftliche Publikationen.
- Es sollen Regelungen gesucht werden, welche den freien und kostenlosen Informations-Zugang gewährleisten.
- Die vorliegende Initiative schwächt eine Institution mit einem definitionsgemäss öffentlichen Zweck und Auftrag, ohne eine Verbesserung weder der Funktion noch der öffentlichen Kontrolle anzubieten.
- Je vielseitiger die Menschen einer Gemeinschaft informiert sind, umso befriedigendere Entscheide werden sie fällen.
Die besonderen Anliegen der IP
In einer Integralen Gesellschaft vertrauen die Menschen einander gegenseitig. Es besteht kein Interesse, andere zu manipulieren. Weil das noch nicht so ist, brauchen wir wirksamere Vorschläge, welche in die Richtung unserer Vision führen können. Beispiele:
- Als ersten Schritt schlagen wir eine Volksabstimmung darüber vor, ob die Schweiz ein öffentlich-rechtliches Medium braucht. Wenn dieses angenommen wird, gibt es eine repräsentative Auswahl (zum Beispiel per Los) von Menschen, die in einer Ethik-Kommission mitwirken. Diese analysieren die bestehenden Medienangebote und wachen darüber, dass stets alle Meinungen zu Wort kommen.
- Der Ethikrat hat zudem die Kontrollfunktion über Budgetierung und Sendeauftrag der öffentlich-rechtlichen Medien.
- Zum Auftrag der Medien gehören sowohl die Informationsverbreitung als auch die sorgfältige Überprüfung bei der Informations-Beschaffung.
- Alle Haushalte bezahlen 300 Fr. und erhalten dafür das Recht zu bestimmen, welche Medien oder welche ihrer Angebote das Geld erhalten sollen.
- Zusätzlich braucht es einen leichten Zugang für alle Konsument:innen zu diesem Ethikrat. Er hat die Funktion einer Ombudsstelle.
- Die Art der “Kontrolle”, welche diese Ethikstelle ausübt, soll eine diskursive sein. Sie soll öffentliche Diskussionen zu Medieninhalten und Medienauswahl anregen und ermöglichen.
3 – Volksinitiative “Für eine gerechte Energie und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)”
Was die Vorlage will:
Die Vorlage will den Klimaschutz in der Schweiz deutlich ausbauen. Sie verlangt einen Klimafonds, in den der Bund jährlich 0,5 bis 1 Prozent der Wirtschaftsleistung einzahlt. Das entspricht etwa 4 bis 8 Milliarden Franken pro Jahr und liegt deutlich über den heutigen Ausgaben. Mit diesem Geld sollen Treibhausgasemissionen gesenkt, erneuerbare Energien gefördert und der Energieverbrauch effizienter werden. Zusätzlich werden CO₂-Entnahme, Biodiversität sowie die Ausbildung von Fachkräften unterstützt. Die Umsetzung soll sozial gerecht gestaltet sein.
Das integrale Zukunftsbild
In einer integralen Gesellschaft werden nur so viele Ressourcen verbraucht, wie wirklich nötig. Die Menschen respektieren die Grenzen des zur Verfügung stehenden. So erhalten und schaffen sie die Voraussetzungen, dass sich Biodiversität entfalten kann. Sie verhalten sich achtsam im Einklang mit der Natur. Sie leben von den „Zinsen“ der Natur und nicht von deren „Kapital“. Die sorgfältige und nachhaltige Deckung des Lebensbedarfs beachtet das natürliche Gleichgewicht des Lebens auf der Erde. Der Energieverbrauch beschränkt sich auf das Nötige. Die Energieproduktion ist autark und erneuerbar.
Abstimmungsempfehlung: Keine
Im Politischen Ausschuss sind wir unterschiedlicher Ansicht darüber, ob die Annahme der Initiative in die Richtung unserer Vision führt oder nicht. Einerseits befürworten wir alle Mittel zur Stärkung des Mitweltschutzes. Diese geht einen Schritt in die Richtung einer lebenswerteren Zukunft, in der wir zunehmend im Einklang mit den natürlichen Gegebenheiten des Planeten leben.
Andererseits erkennen wir keine stichhaltigen Belege dafür, dass die Senkung des CO2-Ausstosses eine messbare Verminderung der Klimaerwärmung bewirkt.
Damit sind wir alle vor die Frage gestellt, ob wir die finanziellen Mittel bewilligen wollen, welche zum Teil für erwünschte Verbesserungen eingesetzt werden, und gleichzeitig zum grösseren Teil für “CO2-Absenkungen» verwendet werden.
Unsere Überlegungen dazu:
- Die Sorge der Initiant:innen gegenüber unserer Mitwelt finden wir erfreulich. Deshalb begrüssen wir die Stärkung der Biodiversität, das Isolieren von Gebäuden, die beabsichtigten Massnahmen, damit lange Verkehrswege sich erübrigen und die Verwirklichung einer Wirtschaft, die sich auf die Herstellung nützlicher Gebrauchsgüter beschränkt.
- Wenn wir uns mässigen, brauchen wir uns weniger um die Versorgungssicherheit zu sorgen. Dann erkennen wir zunehmend, , dass die Versorgungssicherheit durch unser Verhalten gesteuert werden kann.
- Die Forderung, die Aus- und Weiterbildung finanziell zu fördern, halten wir für sinnvoll, vorausgesetzt, dass die Ausbildung auf Freiwilligkeit basiert.
- Andererseits sollte aus unserer Sicht das Hauptgewicht der Massnahmen nicht auf der Dekarbonisierung liegen. Das schon deshalb nicht, weil Umweltschutz weit mehr umfasst als Klimaschutz. Wir brauchen eine intakte Mitwelt unabhängig von der Diskussion um die Klimaerwärmung. Wir wollen Ressourcen schonen und Rücksicht nehmen auf die Lebenswelt als Ganzes.
- CO2 ist neben Stickstoff, Sauerstoff und Wasser eine wichtige Lebensgrundlage in unserer Atmosphäre. Sein Anteil an der Gefährdung unserer Atmosphäre ist umstritten. Mehr noch: Die Hypothese des Klimawandels durch den Kohlendioxid-Ausstoss beruht auf Glauben – Meinungen stehen gegen Meinungen.
- Trotz enormen Investitionen in Klimaschutzmassnahmen ist es bis heute nicht gelungen, den globalen Anstieg des CO2-Ausstosses zu verlangsamen oder gar zu verringern. Ob „noch mehr vom Gleichen“
einen Unterschied machen würde, scheint mehr als fraglich. - Deshalb stellt sich die Frage: Inwieweit ist das Bestreben der Initiant:innen sinnvoll, enorme Gelder in die Reduzierung des CO2-Ausstosses zu investieren?
- Wer CO2 speichern will, kann sich bei uns und weltweit für Aufforstungen einsetzen, denn damit kann viel CO2 aus der Luft gebunden werden. Auch dann, wenn das nichts zur Senkung der Klimaerwärmung beiträgt, ist es doch ein nützlicher Beitrag für örtliche Umweltverbesserungen und den Erhalt der weltweit wirkenden Luftströmungen, welche der Austrocknung vieler Gebiete entgegenwirken.
Die besonderen Anliegen der IP
- Wenn wir uns mit den vielfältigen Aspekten des Begriffs Energie befassen, wandelt sich unser Umgang mit den materiellen Ressourcen. Diese Achtsamkeit im Verhalten des Einzelnen schafft Voraussetzungen für eine sich erholende Biodiversität. Der Mensch im Einklang mit der Natur wird Zeuge bei der neuerlichen Entfaltung eines natürlichen Gleichgewichts allen Lebensbereichen auf der Erde.
- Die Initiative trägt dazu bei, dass die Menschen vermehrt beginnen, global zu denken. Das motiviert uns, nachhaltig zu wirtschaften.
- Wir Menschen leben heute in wichtigen Bereichen abgetrennt von der Natur. Eine Integrale Gesellschaft nimmt Biodiversität als eine Grundlage für das Leben auf unserer Erde wahr, wodurch die Menschen sich als Teil in dieser Lebensvielfalt eingebettet erleben.
- Wenn es durch die Annahme der Initiative gelingt, die Biodiversität zu stärken, dann vermindert das die Umwelt- und Klimakrise, das Artensterben, die Verschmutzung von Luft und Wasser sowie die Abnahme der Fruchtbarkeit der Böden. So schonen wir die Lebensgrundlagen von uns allen.
- Wenn wir die Situation in der “äusseren Welt” als Spiegel der Situation in der “inneren Welt” ansehen, können wir die Parallele erkennen: Wir gehen mit uns selbst ebenso um wie mit der Erde. Wir verbrauchen mehr Ressourcen als wir haben.
- Um die Ziele der Initiative zu erreichen, braucht es vermehrte Bildungsbestrebungen, welche eine ganzheitliche Entwicklung, insbesondere auch die geistig-spirituelle und psychologische Entwicklung fördern.
- Statt noch mehr Wachstum der Wirtschaft und der Infrastruktur brauchen wir alternative Lebensformen. Sie befreien uns Menschen von dem hektischen Streben nach immer mehr Materiellem. Das wird die Mitwelt deutlich mehr entlasten als die Umstellung von konventionellen auf erneuerbare Energieträger.
- Die vom Bundesrat erwähnte Schuldenbremse finden wir wichtig. Deshalb wünschen wir uns die Schaffung eines Bundesamtes für Frieden, welches sehr viel wirksamer Beiträge zu einer friedlicheren Welt leisten kann als die sogenannten Verteidigungsbestrebungen. Zudem erfordern solche Einrichtungen zur Schaffung von Frieden nur einen Bruchteil der Militärausgaben.
4 – Bundesgesetz über die Individualbesteuerung (indirekter Gegenvorschlag zur Steuergerechtigkeits-Initiative)”
Was die Vorlage will:
Die Vorlage will die heutige Ungleichbehandlung von verheirateten und unverheirateten Paaren bei den Steuern abschaffen. Künftig sollen auch Ehepaare individuell besteuert werden, sodass jede Person ihr eigenes Einkommen und Vermögen versteuert. Für alle gilt derselbe Steuertarif, unabhängig vom Zivilstand. Dadurch zahlen verheiratete und vergleichbare unverheiratete Paare gleich viel Steuern. Um Familien und Alleinerziehende zu entlasten, wird der Kinderabzug bei der direkten Bundessteuer erhöht.
Das integrale Zukunftsbild
In einer integralen Gesellschaft leisten alle Bürger:innen als Individuen ihren Beitrag zur Gemeinschaft und werden nach einheitlichen Regeln individuell und fair besteuert; eine Ehe gilt dabei als eine von mehreren möglichen Lebensgemeinschaften zweier eigenständiger Personen.
Abstimmungsempfehlung: Keine
Unsere Überlegungen dazu:
- Wie fast jede Vorlage bringt diese auch Nachteile mit sich. Ehepaare mit nur einem Einkommen oder mit geringerem Zweiteinkommen würden bei Annahme der Initiative steuerlich stärker belastet.
- Wir erkennen einen weiteren Nachteil darin, dass die Gesetzesvorlage die reichen Doppelverdiener zulasten traditioneller Familien sowie einkommensschwächeren Haushalten begünstigt.
- Andererseits liegt es in unserem Bestreben, dass Verheiratete und unverheiratete Paare gleich viel Steuern bezahlen, also dass die jetzige Ungleichbehandlung beendet wird.
- Das neue Gesetz schränkt die Steuer-Autonomie der Kantone ein. Auch das halten wir für einen Nachteil, weil wir den Trend nach immer grösseren Systemen mit Sorge beobachten. Andererseits bringt uns die vorgeschlagene Steuerharmonisierung dem Ziel der Gleichbehandlung der Bewohner:innen in allen Kantonen näher.
- Die von den Kantonen beklagten 1,7 Millionen zusätzliche Steuererklärungen und der damit verbundene Stellenaufbau ist gut tragbar. Denn die dafür nötigen Ausgaben sind winzig im Vergleich zu anderen Staats-Ausgaben.
- Zudem lässt diese Argumentation ausser Acht, dass die Individualbesteuerung beiden Ehepartnern die Chance bietet, bessere Einsicht in die finanzielle Lage der Familie zu erhalten.
- Es wird eingewendet, dass die steuerliche Benachteiligung verheirateter Paare auch ohne Systemwechsel beseitigt werden könne. Das mag stimmen. Aber wie viele Jahre wird nun schon nach einer Lösung gesucht?! Deshalb scheint der vorliegende Kompromiss diejenige Verbesserung zu sein, die derzeit möglich ist.
- Man kann den Eindruck haben, dass die als gerecht bezeichnete Reform vor allem ökonomische Interessen bedient.
Die besonderen Anliegen der IP
- In einer Integralen Gesellschaft tragen alle ihren Beitrag zu den gemeinsamen Anliegen bei. Weil wir noch nicht in einer integralen Gemeinschaft leben, braucht es Steuern zur Bezahlung von Erfordernissen, die dem Gemeinwohl dienen.
- Wichtig ist, dass die nötigen Steuer-Regelungen so fair wie möglich ausgestaltet werden. „Hundert-Prozent gerecht“ ist in einem kapitalistischen System nicht möglich.
- Wir möchten einige der Schwachstellen nicht unerwähnt lassen. Der Bundesrat und einige Volksvertreter:innen setzen sich dafür ein, dass Verheiratete, Nicht- und Wenig-Verdienende ihr Erwerbspensum erhöhen. Dabei lassen sie ausser Acht, dass es nicht genug Stellen für diese Menschen geben würde.
- Folgendes steht nicht im Gesetz, aber der Bundesrat formulierte, dass die Fremdbetreuung der Kinder erhöht werden soll. Solche Bestrebungen betrachten wir mit Zurückhaltung, denn einerseits sollte eine Fremdbetreuung nur in Notfällen angeordnet werden. Andererseits sollte eine Fremdbetreuung nicht in jedem Fall ausgeschlossen werden.



40 Responses
An diesem politischen Kommentar zu den bevorstehenden Abstimmungen muss ich einiges kritisieren, vor allem die Mutlosigkeit, trotz klaren Aussagen keine Abstimmungsempfehlung zu geben.
«200 Franken sind genug!» Es wird ja richtigerweise gefordert, dass Informationen so vorbereitet werden, dass die LeserInnen die Inhalte verstehen können. «Das gilt auch für wissenschaftliche Informationen.» (Das wird dann bei der CO2-Frage wichtig, bei der Klimafond-Initiative). Es gibt unzählige gut verständliche Beiträge dazu, dass öffentlich-rechtliche Medien für eine funktionierende liberale Demokratie sehr wichtig sind. Und dann steht da: «Abstimmungsempfehlung: Weil die Annahme der Initiative die grundlegenden Probleme der Medien eher noch verschlechtert als löst, gibt der Politische Ausschuss keine Empfehlung ab.» Was ist denn das für eine Logik!!!??? Wenn die Annahme die Probleme verschlechtert, sollten wir es sie schon ablehnen!! Die «Überlegugungen» 1. bis 6. argumentieren dann im Sinne, dass diese Initiaive abgelehnt werden muss. Unter «Die besonderen Anliegen der IP» zeigt sich dann das Informationsdefizit des politischen Ausschusses. Da wird doch allen Ernstes eine Volksabstimmung darüber gefordert, ob die Schweiz ein öffentlich-rechtliches Medium braucht. Diese Abstimmung fand am 4.3.2018 statt (No Billag)!!! Es war eine Initiative zur Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Medien, sie wurde mit 71,6% abgelehnt! Das heisst, dass 71,6% öffentlich-rechtliche Medien wollen.
Klimafond-Initiative: Es gibt zum Zusammenhang zwischen CO2 und Erderwärmung unzählige einfach formulierte Zusammenfassungen der wissenschaftlichen Studien. 95-100% der WissenschaftlerInnen haben gezeigt, dass ein Zusammenhang besteht. Wenn man dann von «Glauben» redet oder «Meinungen gegen Meinungen» kann man ebenso gut behaupten, dass die Erde eine Scheibe ist. Alle übrigen Überlegungen und besonderen Anliegen der IP beschreiben das Positive an dieser Initiative, da hätte es nicht viel Mut gebraucht, um eine klare Empfehlung abzugeben.
Individualbesteuerung: Das Entscheidende daran ist, dass es ein weiterer Schritt für mehr Gerechtigkeit und mehr Gleichberechtigung ist, wie das auch der politische Ausschuss beschreibt. Niemand kann genau voraussagen, wer mit der Individualbesteuerung mehr oder weniger Steuern bezahlen muss. Das muss je nach Entwicklung nach einer Einführung der Individualbesteuerung reguliert werden. Da Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern sicher ein Anliegen der Integralne Politik ist, hätte es auch hier nicht viel Mut gebraucht, eine klare Empfehlung abzugeben.
16. Februar 2026 Hugo Morger
an Hugo Morger:
Sehen Sie, ich sehe es gerade umgekehrt, bei all den Themen.
Zur SRG: Ich kann einfach der SRG nicht mehr Glauben und nicht mehr Vertrauen. Wenn sie Wochenlang schreiben, was für eine Gluthitze kommt, und es ist 23 bis 27 Grad im Sommer, und das über Wochen hinweg panik mit Falschmeldungen machen, da spühre ich, dass da absichtlich Angst geschürt werden soll, oder ich weiss auch nicht, weshalb!
Oder die CO 2 Panik-mache! Glauben Sie wirklich, dass wir das Klima massgeblich verändern können, wenn wir nochmals 4 bis 8 Milliarden mehr Geld irgendwo investieren……, in ein Klimaprojekt in Afrika, oder Fahrradwege in Peru? Tatsache ist, dass alle Pflanzen CO 2 für ihr Wachstum brauchen!!! Und der CO 2 Gehalt war noch nie so niedrig wie heute! Und an die Klimakonferenz fliegen sie alle mit dem Privatjets, zahlen selbst keine CO 2 Steuer dafür, und wollen uns vorschreiben, wieviel ich Fliegen oder Heizen oder Autofahren darf. Echt jetzt????
Lieber Peter Nüesch
Ich bin erstaunt über die Aussage, dass der CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre noch nie so niedrig wie heute sein soll.
Nach den mir bekannten Informationen ist das nicht korrekt. Mit über 400 ppm ist die Konzentration wohl so hoch wie seit mindestens vielen hunderttausend Jahren nicht mehr.
Siehe z.B. hier https://en.wikipedia.org/wiki/Carbon_dioxide_in_the_atmosphere_of_Earth#Concentrations_in_the_geologic_past
Was sind Ihre Quellen für Ihre Aussage?
Vielen Dank Hugo, du hast meinen Kommentar quasi vorweggenommen 😊
Das ermöglicht mir, eine tiefere Ebene zu beleuchten.
Ich war vor allem sehr erstaunt, dass der Politische Kommentar den Anteil der erhöhten und menschgemachten CO2-Konzentration am Klimawandel als umstritten und als „Meinung“ bezeichnet. Bei mir entstand der Eindruck, dass der Politische Ausschuss dies als eine Meinung unter vielen ansieht.
Nach meinem Verständnis besteht durch Messung und Simulation eine Faktenlage, die über blosse, empirisch nicht gesicherte Meinung weit hinausgeht, wie etwa auf https://www.klimafakten.de/klimawissen/fakt-ist/fakt-ist-nur-menschengemachte-emissionen-von-treibhausgasen-etwa-aus-der beschrieben. Und ich bin gespannt auf weitere Perspektiven.
Es ist ein interessantes Spannungsfeld, das sich in unseren Politischen Kommentaren zeigt: Wir wollen alle Stimmen hören, alle Perspektiven integrieren, und das kann auch sinnvoll sein. Wenn in einem Flugzeug alle Messinstrumente einen stabilen und sicheren Flug anzeigen, und einzig die Tankanzeige warnt, dass der Treibstoff zuende geht, dann sollte die Mehrheit der anderen Messinstrumente diese Minderheitsmeinung – bzw. in diesem Fall die Messdaten – sicherheitshalber nicht durch Mehrheitsbeschluss überstimmen.
Mehrheiten haben also nicht immer recht.
Gleichzeitig wünschen wir uns eine Gesellschaft herbei, in der Menschen einander vertrauen können. Und wir haben – als Spiegel der Gesamtgesellschaft – auch Personen in unserer Mitgliedschaft, die den Menschen in Organisationen wie dem Weltklimarat oder der WHO zutiefst mistrauen. Mich erstaunt dieses Misstrauen immer wieder, triggert intensive Emotionen in mir und führt dazu, dass ich mich am liebsten von diesen IP-Mitgliedern abtrennen würde. Vielleicht ein Ausdruck meiner eigenen Schatten und meiner latenten Konfliktscheue.
Diese Abtrennung und Polarisierung ist allerdings nicht das, was wir wollen. Integrale Politik strebt Ganzheit an.
Und das wird dann erkenntnistheoretisch ganz schön kompliziert: Auch unbelegte Meinungen würde es zu überprüfen gelten. Aufgrund der potentiellen Vielzahl solcher Meinungen sind klare Aussagen dann kaum mehr zu treffen. Wir wären in der prä-integralen Beliebigkeit gefangen.
Und für uns als kleine Organisation mit begrenzten Mitteln, sowie für einzelne Stimmbürger:innen wäre es dann vielleicht nicht mehr möglich, eine Abstimmungsentscheidung zu fällen. Der Schritt zum Nihilismus, einer oft nicht mehr lebensbejahenden Haltung, in der kaum etwas mehr erhaltenswert erscheint und die Spiritualität, das Verbundensein mit etwas Höherem, verneint, wäre nicht mehr weit. Dieser Schritt würde allerdings ausserhalb unserer Vision von einer lebensdienlichen Gesellschaft liegen.
Der integrale Vordenker Ken Wilber beschreibt das in seinem Buch „A Post-Truth World“ (2024) anschaulich: Es ist ein Widerspruch der Postmoderne (der Weltsicht, die der integralen Weltsicht vorausgeht), es als Fakt und Wahrheit anzusehen, dass es nur Meinungen und keine Fakten und Wahrheiten gibt.
Nach Wilber führt der Weg aus diesem postfaktischen Zeitalter über ein Denken in Polaritäten und einem Anerkennen der verschiedenen Perspektiven als „true, but partial“: wahr aber nur zum Teil. Es können mehrere Polaritäten gleichzeitig wahr sein – besonders dann, wenn die Perspektive partiell ist. Es gilt, das Übergreifende, Einende, Lebensdienliche in den vielen partiellen Wahrheiten und Meinungen zu finden.
Ich selbst bin immer noch weit entfernt davon, Experte in diesem Denken zu sein. Und mich bringt folgender, vielleicht weniger partieller Gedankengang dem hoffentlich näher und macht mir meine Abstimmungsentscheidung leichter: „Die grosse Mehrheit der Klimaforscher:innen zieht auf Basis der aus Messdaten gewonnenen Fakten und darauf aufbauenden Modellen den Schluss, dass CO2 der grösste Faktor der andauernden Klimaerwärmung ist, und dass der CO2-Anstieg auf die menschgemachten Emissionen zurückzuführen ist – mit voraussichtlich katastrophalen Auswirkungen auf das Leben auf der Erde. Es gibt auch Stimmen, die dem widersprechen. Und aufgrund der drohenden, wahrscheinlich unumkehrbaren und lebensbedrohenden Konsequenzen, die aus dem CO2-Anstieg erwachsen, ist es wahrscheinlich sicherer und wahrscheinlich lebensdienlicher, den CO2-Gehalt der Atmosphäre tunlichst zu begrenzen und sogar zu reduzieren.“
Ist es Zufall, dass „Sicherheit“ sowohl in meinem Flugzeug-Beispiel als auch beim CO2-Thema eine Rolle spielt? Will integrale Politik eine risikofreie und damit vielleicht blutleere Gesellschaft? Vielleicht eine Sicherheits-Diktatur?
Vielleicht hilft auf der Suche nach einer Antwort ein Blick in unsere Grundlagen unter https://integrale-politik.ch/unsere-vision/
Am 03. März veranstalten wir online ein Integral Lab, in dem wir die Grundlagen der IP genauer anschauen. Passend zum 15-jährigen Bestehen des Vereins Integrale Politik Schweiz. Fühle dich herzlich eingeladen!
https://integrale-politik.ch/events/2026-03-03_holistic-lab_ip-grundlagen-fur-dummies/
«CO2 ist neben Stickstoff, Sauerstoff und Wasser eine wichtige Lebensgrundlage in unserer Atmosphäre. Sein Anteil an der Gefährdung unserer Atmosphäre ist umstritten. Mehr noch: Die Hypothese des Klimawandels durch den Kohlendioxid-Ausstoss beruht auf Glauben – Meinungen stehen gegen Meinungen. »
Das kann doch wirklich nicht euer Ernst sein?!
Der Zusammenhang zwischen den exorbitanten CO2-Emissionen der letzten 150 Jahre und der globalen Erderwärmung ist wissenschaftlich hinreichend bewiesen und ist nichts als reine Physik.
Ein solcher Klimafonds wäre ein klarer Schritt hin zu einer lebenswerten Zukunft für die Menschheit. Dass dies in der IP nicht common sense ist stimmt mich traurig. Ich hatte die IP als meine politische Heimat entdeckt. Es befremdet mich nun doch sehr, dass seit einiger Zeit wissenschaftskritische Stimmen die Oberhand in der IP zu übernehmen scheinen. Das kann und will ich nicht mehr unterstützen. Ich hoffe, die IP besinnt sich bald wieder auf ihre wahren Quellen. Für mich ist das ein faktenbasierter, aufgeklärter und spiritueller Humanismus, der Sorge zu unser aller Lebensgrundlage trägt.
Danke Michael, mich befremdet das auch. Ich würde es nicht als „die Oberhand übernehmen“ bezeichnen. So empfinde ich es nicht.
Wissenschaftskritik halte ich auch nicht für unzulässig. Mein eigener, oft etwas unkritischer Wissenschaftsglaube ist sicher auch nicht immer gerechtfertigt.
Ich denke, es wäre nicht im Sinne unserer Vision, uns voneinander abzuwenden.
Vielmehr ist es vielleicht an der Zeit, wieder mehr Verständnis füreinander aufzubauen. Wir haben z. B. die COVID-19-Pandemie wahrscheinlich nicht genug beleuchtet.
Es scheint mir, dass sich damals die Haltungen zu Wissenschaft stark auseinander entwickelt haben.
Es könnte einend wirken, hierzu eine Reihe von Dialogen durchzuführen. Und hui! Ich spüre da eine Menge Widerstand in mir 😅
Es könnte ja so einfach sein, wenn alle die gleichen Fakten als wahr anerkennen würden und darauf ihre Meinungen bilden. So funktioniert die Welt allerdings offenbar nicht.
Das anzuerkennen und gemeinsam auf höher gelegenes Terrain zu klettern und zu mehr Ganzheit zu kommen, das ist für mich der Anspruch der IP. Wäre vielleicht gut, wenn wir das schaffen würden, bevor wir den Politischen Kommentar veröffentlichen und damit Menschen vor den Kopf stossen.
Mir hilft der Grundsatz „if you are furious, become curious“ – wenn du wütend bist, werde neugierig. Auch das ist für mich integrale Politik. Gerade das.
Ich werde einen solchen Dialog zu Wissenschaft, Klima und Pandemie innerhalb der IP anregen. Oder ihn selbst organisieren. Vielleicht auch als Reihe und öffentlich. Ich glaube, das ist ein wichtiges Feld.
Insofern bin ich dankbar dafür, was sich im Politischen Kommentar gezeigt hat. Es ist eine Möglichkeit zur Entwicklung. Und Entwicklung will die IP fördern. Auch wenn es mal wieder länger dauert 😌🪷
Lieber Michael
Ich kann mich nicht erinnern, dass wir uns in diesem Leben begegnet sind. Trotzdem fühle ich mich angeregt auf deine ernsthaften Aussagen zu antworten.
Kurz nach 2020 las ich das Untersuchungs-Ergebnis von zwei Literatur-Wissenschaftlern. Über den Zeitraum von 20 Jahren hatten sie aus den einschlägigen Wissenschafts-Magazinen alle (vorgeblich) bewiesenen Forschungsergebnisse herausgeschrieben. Dann prüften sie, welche dieser „wissenschaftlich gesicherten“ Forschungsergebnisse in diesen Jahren widerlegt wurden. Es waren über 60 Prozent. Und bei den restlichen 40 Prozent weiß man nicht, wie viele davon sich künftig als unhaltbar herausstellen werden.
Warum erzähle ich dir das ? Weil die Kenntnis, das viel vorgeblich Bewiesenes falsch ist, den gedanklichen Austausch von Person zu Person sehr erleichtert. Das Nicht-Beweisen-Können finde ich sehr nützlich; das lässt Raum für neue Interpretationen. Und vor allem vermeidet es aggressive Auseinandersetzungen. Sobald sich die Diskutierenden bewusst werden, dass die Naturwissenschaft auf Grundannahmen ruht, werden die Gespräche ruhiger. Ich halte die wissenschaftlichen Vorstellungen für durchaus nützlich. Aber wir sollten ihnen keinen Wahrheits-Anspruch zubilligen.
Mit besten Grüßen
Remy Holenstein
Lieber Remy, danke dir für deinen ruhigen, ernsthaften Ton. Ich mag deinen Impuls: weniger Rechthaben, mehr Gespräch.
Und gleichzeitig sehe ich in deinem Beispiel eher die Stärke der Wissenschaft: Sie verspricht nicht Unfehlbarkeit, sondern Korrigierbarkeit. Dass sich Dinge ändern, ist kein Fehler, sondern Teil ihrer laufenden Selbstkorrektur.
Einzelne Studien sind wie Rohmaterial. Tragfähig wird es erst, wenn viele nachprüfen: Wiederholungsstudien, Übersichtsarbeiten und Gesamtauswertungen vieler Studien – plus gute Methodik.
Für meinen eigenen Überblick nutze ich dafür KI-Tools wie Consensus: eine grosse Datenbank mit tausenden Studien, die hilft, den Stand der Forschung breiter zu sehen – statt sich an einzelne, herausgepickte Studien zu klammern.
Vielleicht ist das unser gemeinsamer Nenner: weniger Wahrheitspose – und mehr Lernhaltung, mit Blick aufs Ganze.
Lieber Remy
Leider konnte ich keine Quellen für die von dir erwähnte Untersuchung finden.
Hast du mir bitte einen Link darauf oder eine Quellenangabe?
Es wäre ja interessant zu sehen, ob diese Untersuchung zu den 60% oder zu den 40% zählt 😊
Vielen Dank Simon für deinen Kommentar. Die ermöglicht mir eine noch tiefere Ebene zu erfassen.
Dieses Thema mit dem menschengemachten Klimawandel war schon mal ein Thema in der IP im Zusammenhang mit einer Abstimmung. So wie es aussieht wurde das Thema innerhalb der IP nicht weiter behandelt da es in Wellen, bei passender Gelegenheit immer wieder auftaucht. Die Hausaufgaben wurden nicht gemacht.
Es gibt etliche Menschen, auch in der IP welche sich auf sogenannte Fakten und Fakten-Checker und auf die empirische Wissenschaft berufen. «Wenn es irgendwo geschrieben steht und viele das gleiche sagen, dann muss es wohl wahr sein».
„Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist“.
J.W. von Goethe
Goethe war seiner Zeit wohl viel voraus. Seine Aussage gilt heute wohl immer mehr.
Der Mensch ist nun mal so organisiert, dass ihm mit er Wahrnehmung nicht gleich der Inhalt, das Wesen oder Gesetzt mitgegeben ist. Diese Gesetzte und Erkenntnisse muss er mittels des Denkens herausfinden und hier ist gleich die Möglichkeit des Irrtums gegeben. Echte Wissenschaft muss und darf alles hinterfragen das ist ein Grundanliegen um weiter zu kommen. In diesem Sinne muss auch die Erkenntnistheorie der empirischen materialistischen Wissenschaft hinterfragt werden. Diese stützt sich auf das Messbare, Wägbare und Zählbare ab und lässt alles weitere weg. Die ganze Welt inklusive Träume, Phantasiebilder, auch bildschaffende Methoden etc. sind uns durch die Wahrnehmung gegeben und können mittels des Denkens erfasst werden. Auch Zahlen welche von Messinstrumenten abgelesen werden sind nur Wahrnehmungen welche mittels des Denkens erfasst und in einen Zusammenhang gebracht werden. Zu einem integralen Bewusstsein gehört die ganze Welt und nicht nur die Zahlen der empirischen Wissenschaft. Die Gedanken können nicht mit Mass Zahl und Gewicht erfasst werden. Der Denkende beachtet sein Denken nicht während er denkt da das Bewusstsein meist auf das Aussen, die Messinstrumente etc. gerichtet sind. Um an das Wesen der Dinge zu kommen braucht es erst mal ein ganzheitliches Wissenschaftsverständnis, es hilft nicht einfach einen Teil, gerade das Leben, das lebendige auszuklammern, weil es durch die Maschen des Siebes aus Mass, Zahl und Gewicht fällt. Das Denken muss durch sich selber erfasst werden, ein Blick auf die Gehirnphysiologie ist wieder nur ein Blick nach draussen und erfasst das Wesen des Denkens in keiner Weise, welches nur als rein geistige Aktivität erfasst werden kann.
Nun zur Klimafrage. Dass sich das Klima verändert ist wohl unumstritten. Dass es auch einen Zusammenhang zwischen Erderwärmung und CO2 gibt ist auch ersichtlich. Es gibt aber noch viele weitere Zusammenhänge, so wie eigentlich Alles mit Allem verbunden ist, wie auch die Erde ein Ergebnis von Gleichgewichtsbestreben ist. Wir Menschen sind oft nach der Suche einer Ursache für ein Problem und lassen alles andere ausser Acht. So gibt es auch etliche Wissenschaftler welche nachgewiesen haben, dass erst die Erwärmung der Erde zuerst da ist und dass der CO2 Gehalt der Luft auf die Erwärmung folgt. Das wirft dann die Frage nach der Ursache auf. Wieso erwärmt sich die Erde? Ein Faktor ist auch wie wir mit der Erde, mit der Landwirtschaft umgehen. Es wurden in den letzten Jahrhunderten viele Wälder abgeholt, riesige Gebiete in Agrarwüsten verwandelt. Der natürliche Effekt des Klimas, der kühlenden Wälder wurde zerstört, die Wüsten haben sich massiv vergrössert, riesige Flächen in den Städten sowie mit Strassen wurden versiegelt. All dies hat einen enormen Einfluss auf die Erhitzung der Erde und auf das Klima. Da die Erde mit dem ganzen Kosmos zusammenhängt gibt es noch viele weitere Faktoren welchen Einfluss auf das Klima haben. Sonnenstürme, dann die Schwankung der Erdachse, die Präzession der Erdachse welche die Eiszeiten bestimmt, die Verschmutzung der Meere durch den Stickstoffeintrag durch die Landwirtschaft. Die Faktoren welche alle Einflüsse haben auf unser Klima lässt sich noch beliebig erweitern. Aus dieser Sicht ist es fast lächerlich den Blick nur auf das CO2 zu richten. Mehr CO2 bringt auch mehr Bäume und Pflanzen hervor, da Pflanzen CO2 brauchen.
Dann kommt noch der Geldfaktor dazu, da CO2 Steuern und Handel ein gutes Geschäftsmodell sind. Hier kommt auch die Politik ins Spiel.
Betrachtet werden muss auch die unheilvolle Verknüpfung und unheiligen Allianzen zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Da gibt es die IPCC welche als politisches, intergovernmentales Panel zusammenkommt und sich von Klimawissenschaftlern beraten lässt über Klimagefahren etc. und berät sich dann intern darüber, was getan werden muss oder nicht getan werden muss um das Problem zu lösen. Sie nehmen dann das heraus was ihnen als Politiker am sinnvollsten erscheint und stellen so ihre Klimapolitik zusammen. Die Politiker nehmen dann dasjenige heraus was ihnen als am ehesten sinnvoll erscheint und stellen daraus ihre Klimapolitik zusammen. Die Politiker machen dann mit all ihren Mitteln, mit Geld, mit Überzeugung und Förderung von denjenigen Klimawissenschaftlern die dasjenige behaupten, was ihrer Politik am besten passt und die anderen Wissenschaftler werde so beiseitegeschoben. So entsteht ein unwissenschaftliches und unfreies Gemisch zwischen Wissenschaft und Politik. Und so kommt dieses Narrativ immer wieder zum Zug und wird gefördert. In der Wissenschaft gibt es immer einige die sagen es ist so mit dem menschengemachten Klimawandel und andere kommen zu anderen Ergebnissen. Wie die Politik die Wissenschaft diktiert wird ja deutlich sichtbar in den geleakten RKI-Files. Die Wissenschaft muss aber frei sein vom Einfluss von Politik und von einseitiger Förderung durch Geldmittel.
Ein anderes Thema sind die Investitionen in die Klimapolitik und zur Reduktion des CO2 Ausstosses. Gemäss IEA (International Energy Agency) wurden 2023 1.7 Billionen $ weltweit investiert. Der CO2 Ausstoss steigt aber im Jahr 2023 als Rekordwert um 1,3%. Fait, je mehr Geld investiert wird in die Reduktion des CO2 Ausstosses desto mehr steigt der CO2 Gehalt in der Luft. Das jedenfalls sagt die Statistik. In den letzten 20 Jahren waren dies immerhin 3.5 Trillionen $. Geld hat also keinen Einfluss auf den CO2 Gehalt in er Luft oder eher den gegenteiligen Effekt, dass der CO2 Gehalt noch steigt. Darum sind die US auch ausgestiegen aus dieser sinnlosen Politik, während Europa und die EU fleissig weitermachen.
Ein weiterer Punkt ist, wie die Wirtschaft sich der Politik bedient um Wirtschaftsvorteile zu ergattern. Siehe Förderung von Elektroautos oder LED-Beleuchtung etc.
Ein weiterer Faktor ist die künstliche Intelligenz (KI), welche auch in IP-Kreisen gerne genutzt wird. Die Server Farmen verschlingen riesige Mengen an Energie und steigern so den CO2 Ausstoss. Wenn doch der CO2 Ausstoss verringert werden muss wäre es sinnvoll sich so zu verhalten mit den Technologien welche genutzt werde um den CO2 Ausstoss zu verringern.
Ein weiterer Punkt ist die Mehrheit, wie kommt das Narrativ zustande, dass 97% der Wissenschaftler sich einig sind über den menschengemachten Klimawandel. Die Frage ist auch unter welchen Voraussetzungen diese Studien gemacht wurden. Es wurden 11’944 Studien (Abstracts) zum Thema Klima aus den Jahren 1991–2011, die den Themen „globaler Klimawandel“ oder „globale Erwärmung“ entsprachen untersucht. Sie stellten fest, dass 66,4 % der Studien keine Position zur menschengmachten Klimaerwärmung (AGR) bezogen, 32,6 % die AGR befürworteten, 0,7 % sie ablehnten und 0,3 % bezüglich der Ursache der globalen Erwärmung unsicher waren. Also 67,4% von Klimastudien wurden gleich mal ausgeklammert. ES wurde nur danach gesucht welche Studien eine Aussage zum Klimawandel oder globale Erwärmung machten.
Es wurden also schon 66,4% der Studien nicht mit einbezogen. Bitte die Studie selber lesen: https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024
Hier noch ein Video: Wissenschaft ist sich zu 97% einig – was bedeutet das? Von Prof. Dr. Christian Rieck: https://www.youtube.com/watch?v=r38gdzCLeHI Auch ein interessanter Gesichtspunkt über die Aussage der Mehrheit, passt bestens zu dem Zitat von Goethe.
Fazit, es braucht wesentlich mehr Verständnis für das ganze Thema der Klimaerwärmung als sich nur auf publizierte Behauptungen abzustützen im Vertrauen auf eine einseitige Fokussierung auf eine empirische Wissenschaft. Und dann andere welche nicht an diesem Glauben, an publizierte Fakten festhalten, am liebsten loswerden möchte. Integral heisst doch alles zu integrieren auch das was man aus egoistischen Gründen lieber nicht wahrhaben möchte.
Ich habe hier nur einen kleinen Teil der ganzen Problematik um die Klimaerwärmung angesprochen, dies ist in keiner Weise vollständig. Es kann vielleicht Anlass geben tiefer darüber nachzudenken und vor allem selber zu denken und die Verantwortung für sein Denken und die Gedanken zu übernehmen im suchenden Verständnis des Menschseins auf dieser Erde.
Muss die IP common sens sein? Das stimmt mich mehr als bedenklich und nimmt schon diktatorische Züge an. Meine Güte, wo sind wir nun gelandet.
Nein die IP hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht, weder mit Corona, noch mit der Klimafrage und Ukraine Frage noch mit dem was der Glaube an die empirische Wissenschaft, noch was das Wesen des Menschen ist. Solange das nicht aufgearbeitet wird geht die Spaltung immer weiter und separiert die Menschen noch mehr. Die IP lebt immer noch in integralen Theorien und Entwicklungsmodellen.
Zum Abschluss nochmals das Zitat von Goethe:
„Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist“.
J.W. von Goethe
Lieber Bruno, vielen Dank, dass du dich zu Wort meldest.
Jaa, «die IP hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht» – auch nicht in der Zeit, als du noch in zentraler Rolle in der IP mitgewirkt hast. Wir waren offenbar damals noch nicht in der Lage dazu, diese Themen geeignet und einend aufzuarbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass uns das noch gelingen wird – eben weil eine integrale Haltung uns das eigentlich ermöglichen sollte.
Und es ist eine Lernreise für uns alle. Ich erlebe selber, wie schwierig es ist, eine integrale Organisation aufzubauen, zu nähren und am Leben zu halten: Es sind eine Menge Entwicklungsschritte bis hin zu einem integralen Bewusstsein, und wir dürfen immer wieder unsere Schatten bearbeiten aus all‘ den vorherigen Entwicklungsschritten.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das als IP (und auch als Gesellschaft) immer besser gelingen wird – unter Einbezug aller Wahrnehmungsperspektiven, aller Entwicklungsschritte, aller Intelligenzen (nicht nur der kognitiven Intelligenz) und der verschiedenen Bewusstseinszustände, auch der unterbewussten.
Das alles macht es kompliziert, und wir stehen wahrscheinlich noch sehr am Anfang – selbst nach 15 Jahren.
Doch wenn wir es schaffen, diesen Weg konsequent zu gehen, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir eben doch eine Art «common Sense» erreichen: Die Einheit in der Vielheit und gesellschaftliche Positionen, die für alle stimmen – nicht nur für Mitglieder der IP oder Personen, die sich für eine integrale Weltsicht interessieren.
Und je mehr wir mit uns im Reinen sind, umso mehr Personen werden wahrscheinlich auch mitwirken wollen – hoffentlich ein sehr vielfältiges Grüppchen von Personen.
Inhaltlich gäbe es noch sehr viel an deinem Beitrag zu beleuchten. Doch hier nur eine Verständnisfrage zu deinem Abschnitt «Gemäss IEA […] wurden 2023 1.7 Billionen $ weltweit [zur Reduktion des CO2-Ausstosses] investiert. Der CO2 Ausstoss steigt aber im Jahr 2023 als Rekordwert um 1,3%. Fait, je mehr Geld investiert wird in die Reduktion des CO2 Ausstosses desto mehr steigt der CO2 Gehalt in der Luft. […] Geld hat also keinen Einfluss auf den CO2 Gehalt in [d]er Luft oder eher den gegenteiligen Effekt, dass der CO2 Gehalt noch steigt.»
Verstehe ich es richtig, dass aus deiner Sicht also Investitionen und CO2-Ausstoss genau umgekehrt zusammenhängen?
Wenn wir nichts mehr in die Reduktion des CO2-Ausstosses investieren würden, würde der CO2-Ausstoss sinken?
Würden wir mehr investieren, würde er Ausstoss nicht etwa langsamer steigen oder sinken, sondern stärker steigen?
Lieber Simon
Die Logik aus der Statistik über CO2 Ausstoss und die Finanzierung der Vermeidung des CO2 Ausstosses legt diese Interpretation nahe.
Es ist etwa vergleichbar mit einem Feuerbrand und um in zu löschen schmeissen wir Holz ins Feuer.
Es ist notwendig alle Faktoren einzubeziehen welche Einfluss auf das Klima haben, da gibt es noch viele andere menschengemachten Faktoren als das CO2. Aus dem Verständnis des Wasserkreislaufes und dem Umgang mit der Erde wie Abholzen der Wälder, der intensiven Landwirtschaft und Versiegelung der natürlichen Flächen, ergeben sich noch ganz andere Gesichtspunkte. Dafür gibt es auch Lösungen aus der Permakultur, welche bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Solche Lösungen tauchen aber in den Mainstream Medien nicht auf, diese würden ja das Geschäft mit dem CO2 Narrativ nur stören.
Lieber Bruno
Danke für die Ergänzung, dass es viele Faktoren und Stellschrauben gibt.
Und warum ist das Bild «Investitionen als Holz aufs Feuer» für dich logischer als das gegenteilige Bild «Investitionen als Wasser aufs Feuer»?
Lieber Simon
Da die Statistik zeigt, dass mehr Geld (Holz) investieren zu einer Erhöhung des CO2 Gehaltes führt. Mehr Geld wirkt also nicht wie Wasser sondern im Gegenteil, wie mehr Holz im Feuer.
Wieso ist eine Zunahme des CO2 überhaupt schlecht? Es gibt ja auch Studien welche zeigen, dass die Erde grüner wird und dies einen Zusammenhang mit CO2 hat. Pflanzen brauchen CO2 um zu wachsen.
«Es ist seit langem bekannt, dass ein höherer CO₂-Gehalt gut für die Pflanzen ist, und es gibt zahlreiche wissenschaftliche Belege dafür, dass sie dadurch schneller wachsen. Dr. Roy Spencer, ehemaliger leitender Wissenschaftler bei der NASA, weist auf die positive Wirkung auf Pflanzen hin und fügt hinzu: „Obwohl CO₂ für die Existenz von Leben auf der Erde notwendig ist, gibt es nur sehr wenig davon in der Erdatmosphäre.“ (ca, 0,04%) = 400ppm). Der CO₂-Gehalt war in den 600 Millionen Jahren, in denen es Leben auf der Erde gibt, viel höher als heute, und die Pflanzen haben sich entwickelt, als es mehr von dem Gas in der Atmosphäre gab. Der jüngste Anstieg der atmosphärischen Werte, ob natürlich oder durch den Menschen verursacht, hat zu einem sprunghaften Anstieg der Ernteerträge geführt.»
Hier die Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2351989423004262
Wieso sollen wir also noch mehr Geld in die Reduzierung des CO2 Gehaltes in der Luft stecken? Ist es das Ziel, dass die Erde weniger grün wird? Politik, Medien und Mainstream versus Wissenschaft! Macht die IP bei dieser Politik mit oder versucht sie auch tiefer zu gehen und zu hinterfragen anstatt einfach zu Glauben was der Mainstream sagt?
Lieber Bruno,
Die Düngewirkung des höheren CO2-Gehalts ist wohl tatsächlich gegeben, wenn ich https://www.klimafakten.de/klimawissen/fakt-ist/fakt-ist-ein-duengeeffekt-von-co2-aufs-pflanzenwachstum-der-landwirtschaft korrekt verstehe. Eine grünere Erde ist sicherlich sehr wünschenswert.
Allerdings ist die Ergrünung scheinbar kurzfristig. Die Erwärmung der Atmosphäre ist wohl langfristig deutlich schädlicher für die Pflanzen.
Das scheint mir sehr dafür zu sprechen, die Erwärmung durch CO2-Reduktion tunlichst zu vermeiden, zum Schutz der Pflanzen.
Die Investitionen könnten also doch Wasser statt Holz sein – vielleicht noch nicht genug Wasser.
Lieber Bruno,
Hm, ich habe immer noch nicht verstanden, warum die Korrelation (in einem Jahr wurde so viel wie nie investiert, und im selben Jahr stieg der CO2-Ausstoss so stark wie nie) auch ein Kausalzusammenhang sein muss.
Investitionen entfalten ihre Wirkung oft erst Jahre später: Wenn ich heute ein Grundstück kaufe und darauf Wald anpflanze, dann wird der Wald erst viel später CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen (Szenario A).
Auch wenn ich bei einem Grossbrand eines Hauses mehr Wasser als jemals auf das Haus spritze, kann es dennoch zu wenig Wasser sein, um wirksam zu löschen (Szenario B).
Und doch scheinst du sehr überzeugt davon zu sein, dass es sich um einen Kausalzusammenhang handelt: Mehr Investitionen in CO2-Reduktion scheinen aus deiner Sicht den CO2-Ausstoss zu verstärken (Szenario C).
Verstehe ich dich da richtig?
Falls ja, warum schliesst du Szenario A und B aus? Warum zeigt die Statistik für dich einen Kausalzusammenhang und nicht nur eine blosse Korrelation?
Lieber Simon
Ja es ist sicher nur eine Korrelation zwischen den Investitionen in Geld zur Reduktion des CO2 und dem Anstieg des CO2 in der Luft.
Die Investition 1.7 Billionen $ in 2023 sind ja nur die Zahlen von einem Jahr. Es wurden aber in den letzten 20 Jahren nun schon 3.5 Trillionen $ investiert und nicht erst seit 2023. Das hätte ja sicher einen Effekt gehabt auf das CO2, wenn es wirklich hilft. In 20 Jahren sind die Bäume doch schon zu einem ordentlichen Wäldchen gewachsen. Die Investitionen scheinen sich nicht wie Wasser zu verhalten, sondern eher wie Holz. Daher hinkt für mich er Vergleich. Wir können ja noch weitere 20 Jahre Holz ins Feuer werfen, in der Hoffnung, dass das Feuer dann irgendwann mal gelöscht wird.
Wieso sich also nur auf das CO2 fixieren und nicht den Blick auf die ganzen globalen Zusammenhänge richten? Es gibt doch auch etliche Wissenschaftler welche zu ganz anderen Schlüssen kommen als im CO2 das Problem zu sehen und sich darauf zu fixieren, wie die Schlange auf die Maus. Wieso also nicht tiefer gehen und sich von Narrativen welche durch die Medien propagandiert werden lösen. Das wäre doch ein integraler Ansatz, aus einem Gesamtzusammenhang dann die richtigen Schlüsse zu ziehen und zu handeln.
Dazu könnte ich meinen Vortrag über den grossen und kleinen Wasserkreislauf anbieten und welchen Einfluss dies auf das Klima hat.
Es wurden ja ganze Landschaften (Wüsten) wieder belebt mit Wasserretentionsbecken und dem Bepflanzen mit Bäumen mit der Feststellung, dass die Durchschnittstemperatur sinkt, in Indien, China in Ägypten (Sekem) oder Tamera in Portugal, etc. Ist ja eigentlich logisch, jeder kann doch erleben, dass es im Wald kühler ist als in der Stadt oder auf versiegelten Flächen oder auch in der Landwirtschaft mit Getreidefeldern.
Wie schon erwähnt gibt es eine grosse Liste von Faktoren welche alle Einflüsse auf das Klima haben. Ich kann hier nicht alles Aufzählen, das gäbe ein ganzes Buch mit all den Themen.
Wie wäre es, wenn wir wegkommen von solch reduktionistischen Anschauungen und Fixierungen auf eine Ursache und dem, was alles Kluges geschrieben und propagiert wird und wieder mehr in die Natur gehen und uns verbinden mit der unendlichen Weisheit der Natur und den Regelwerken. Damit auch wegkommen von einer KI welche uns bereits Gedachtes auf angenehme Weise servieren. Wie wäre es, wenn wir wieder selber denken und sogar neues Denken und Erfassen? Tragt doch gerade auch die Nutzung der KI zu einem massiven Verbrauch von Energie und damit CO2 Ausstoss bei. Vielleicht kommen wir dann zu wirklichen Lösungen und einer echten integralen Sicht der Weltzusammenhänge. Sollten wir nicht wegkommen von Meinungen und jeder darf seine eigene Meinung haben um wieder in Demut eintauchen in die Weisheit der Natur und des Kosmos, die Naturgesetze gelten für Alle, sie können nicht angezweifelt werden oder durch persönliche Meinungen verändert werden? Weg vom nur politisieren und einander von Meinungen zu überzeugen hin zu einer tieferen, bewussten Verbindung mit der Natur, sind wir doch ein Teil von ihr.
Zitat von Schiller:
Suchst du das Höchste, das Grösste?
Die Pflanze kann es dich lehren.
Was sie willenslos ist, sei du es wollend – das ist’s!
Lieber Bruno
Danke für die Klarstellung, dass es sich lediglich um eine Korrelation handelt. Den Schluss, dass für dich trotzdem nur ein Szenario plausibel erscheint, kann ich indes immer noch nicht nachvollziehen.
Zu den weiteren, sehr wahrscheinlich ebenfalls sinnvollen Stellschrauben und deinem Plädoyer zum Erfassen der globalen Zusammenhänge hattest du nach meinem Verständnis schon geschrieben.
Ich halte das ebenfalls für sehr sinnvoll.
Der Initiativtext der Klimafonds-Initiative scheint mir diese Stellschrauben auch teilweise explizit zu erwähnen und nicht auszuschliessen. Siehst du das auch so, und geht es dir darum, dass du eine andere Akzentsetzung im Initiativtext bevorzugen würdest?
Das IP-Positionspapier zu Klima-, Energie- und Ressourcenpolitik betont zudem den notwendigen Kulturwandel unter Einbezug der inneren Dimensionen der einzelnen Personen. Auch diese sehe ich im Initiativtext als Aus- und Weiterbildung zumindest ansatzweise abgebildet.
Den Abschnitt zu Meinungen in deinem Beitrag habe ich nicht vollständig verstanden.
So, wie ich mir die Idee integraler Politik vorstelle, bleibt es auch in einer utopischen, integralen Gesellschaft wichtig, dass Individuen sich ihre Meinung bilden, um dann möglichst im Einklang mit der Erde und seinen Lebewesen zu handeln.
Meinungen verstehe ich als persönliche Einschätzungen oder Bewertungen, die auf Fakten und weiteren Informationen basieren.
Fakten verstehe ich als nachprüfbare, möglichst objektive Beobachtungen. Fakten können (z.B. im Wissenschaftsprozess) später ggf. widerlegt werden.
Zu den weiteren Informationen, die in die Meinungsbildung mit einfliessen, zählt integrale Politik explizit auch Körperempfindungen, Gefühle und die Wahrnehmung unserer Verbindung zu einem grossen Ganzen – alles in gesunder Balance zueinander, weder einseitig reduktionistisch noch einseitig esoterisch.
Meinungen formen sich auch im wertschätzenden Austausch mit anderen.
Deckt sich das mit deinem Bild?
Lieber Simon
Das verstehe ich jetzt nicht. Sagt doch gerade das Klimanarrativ, dass es nur ein Szenario, nämlich das CO2 als Schuldigen der Klimaerwärmung gibt. Da wird behauptet, dass sich das Klima erwärmt wegen dem CO2. Viele Forscher bestätigen, auch anhand von Eiskernbohrungen, dass erst die Temperatur steigt und dann das CO2. Dies jedenfalls wird von etlichen Forschern so vertreten. Ist das nun ein Fakt oder eine Meinung?
Ich habe ja gerade betont, dass es viele Faktoren für die Klimaveränderung gibt und nicht nur ein Szenario. Es gibt weitere Faktoren wie; die Landwirtschaft, die Versiegelung von Flächen, Städte, Geoengineering, die Verschmutzung der Luft und der Meere, dann all die planetarischen und kosmischen Faktoren wie die Neigung der Erdachse, die Präzession (Rotation der Erdachse) welche die Rhythmen der Eiszeiten bestimmt, usw.
Der Initiativtext hat als Hauptstellschraube das CO2, die Dekarbonisierung! Nachhaltige und natürliche Karbonsenken, die Stärkung der Biodiversität, namentlich zur Bekämpfung der Folgen der Klimaerwärmung.
Da sind wieder so viele Behauptungen drin und keine Fakten, nun will man die Biodiversität stärken, durch Dekarbonisierung. Brauchen die Pflanzen doch gerade CO2 für ihr Wachstum, ist es das Ziel, dass es weniger Pflanzenwachstum gibt, die Erde wieder mehr Wüsten hat durch Dekarbonisierung? Alle anderen Faktoren welche der Biodiversität schaden werden einfach ausgeklammert, die intensive Landwirtschaft mit Pestiziden und künstlichen Düngemittel, Monokulturen, dann die Umweltfaktoren mit immer mehr toxischen Stoffen, Kunststoffe, auch nichtionisierende Strahlungen usw.
Das IP-Positionspapier zu Klima-, Energie- und Ressourcenpolitik stützt sich unter anderem auch auf das CO2 als Ursache der Klimaerwärmung ab, Ziel: Netto Null. Auch ein Widerspruch zu dem Text im politischen Kommentar: Andererseits erkennen wir keine stichhaltigen Belege dafür, dass die Senkung des CO2-Ausstosses eine messbare Verminderung der Klimaerwärmung bewirkt. Was stimmt jetzt nicht, das Positionspapier oder das was in den Menschen lebt, wie z.B. im politischen Ausschuss?
Die anderen Themen wie Bewusstseins- und Verhaltenswandel kommen in der Initiative nicht vor.
Nun zum Thema Meinungen. Was sind Fakten? Was ist eine Wahrnehmung, was ist das Denken, was sind Vorstellungen. Ohne sich dies klar zu machen kommen wir hier nicht weiter. Wie schon gesagt, mit der Wahrnehmung ist uns noch nicht die Erklärung, die Erkenntnis mitgegeben, diese müssen wir mittels des Denkens zu der Wahrnehmung dazufügen und dies sollte, wenn es stimmig ist mit den in den Dingen lebenden Gesetzen übereinstimmen. Dann braucht es auch keine Meinung.
Ist es eine Meinung, dass 2 + 2 = 4 ist? Ist es ein Fakt oder eine Erkenntnis eines geistigen Gesetzes? Macht es Sinn, dass wenn es draussen regnet und ich bin der Meinung, dass die Sonne scheint? Wenn ich von einem Standpunkt eine Allee anschaue, dann sind für die Wahrnehmung die Bäume welche weiter weg sind immer kleiner. Ist das nun ein Fakt oder ordnet nicht das Denken diese Wahrnehmung so dass ich die Grösse der Bäume welche weiter weg sind erkenne?
Wenn ich im dunklen Wald spaziere und es raschelt plötzlich etwas. Was mache ich dann, habe ich Angst und versuche mich zu beruhigen, es ist vielleicht der Wind welcher die Zweige bewegt so dass die Blätter rascheln, ich bilde mir also eine Meinung zu dieser Wahrnehmung als fiktive Erklärung. Oder aber ich gehe dem Geräusch nach und finde eine Maus welche im Blätterwerk raschelt. Was bringt es mir also eine Meinung zu bilden, einen Gedanken oder eine Vorstellung der Wahrnehmung überzustülpen? Oder habe ich die Muse so lange zu warten bis sich mir der Inhalt einer Wahrnehmung erschliesst? Das braucht eine grosse Kraft, zu warten, aktiv zu werden nach der Ursache zu suchen anstatt der Wahrnehmung einfach meine Gedanken überzustülpen als meine Meinung oder das was in den Medien steht einfach zu übernehmen.
Wenn ich bei der Erkenntnis der Gesetze, der Wahrheit bin, dann bin ich auch verbunden mit dem grossen Ganzen. 2 + 3 ist für jeden Menschen gleich 5, egal, welche Sprache er spricht oder ob er überhaupt schon daran gedacht hat. Das ist die Grundlage der Verständigung der Menschen untereinander egal welche Sprache sie sprechen. Nun ist das Ganze so gross und vielfältig, dass kein Mensch alles überblicken kann. Hier kommt das Individuum zum Zuge, jeder Mensch hat einen Teil des grossen und Ganzen sich zu eigen gemacht und hier können sich die Menschen begegnen und untereinander austauschen und sich bereichern jenseits von persönlichen Meinungen.
So sehe ich das Wesen des Menschen und ein Zusammenleben in Freiheit und Harmonie ohne, dass ich jemanden von meiner Meinung überzeugen muss.
Was hilft es, wenn ich mir eine Meinung über z.B. Gott bilde und ein anderer ist der Meinung Gott gibt es nicht, wieder ein anderer macht sich irgendein ein Bild von Gott. All das trennt die Menschen und führt nicht weiter.
Was bringt ein Positionspapier der IP, welches bestimmte Meinungen über die Menschen und Welt vertritt? Es gibt viele Positionspapiere von Parteien oder sonstigen Vereinigungen. Müssen sich diese Positionen nun bekämpfen um schlussendlich in einem Kampf aller gegen Alle unterzugehen? Bringen uns Meinungen also weiter oder separieren sie uns immer mehr?
Wie schon angetönt, was sind denn Fakten? Wir haben Wahrnehmungen, diese enthalten das Wesen, das Gesetz nicht, diese müssen wir erst durch unser denkendes Bewusstsein dazufügen. Fakten sind demnach immer auch durch unser Denken erfasst und können auch konstruiert oder Irrtümer sein. Sie haben keinen Anspruch auf unumstössliche Tatsachen. Ein Fakt ist, dass 2 + 2 = 4 ist, das ist aber keine sinnliche Wahrnehmung, sondern durch das Denken gewonnen.
Körperempfindungen, Sinneswahrnehmungen, Gefühle, Träume, Willensimpulse sind alles Wahrnehmungen welche durch das Denken erfasst und in einen Zusammenhang gebracht werden und nicht nur für die IP.
Wie du siehst deckt sich meine Sichtweise nicht mit deiner. Es braucht dazu viel mehr Vertiefung um das Wesen des Menschen zu verstehen und zu erleben und nicht nur eine Meinung darüber zu haben.
Lieber Bruno
Danke für deine Verständnisfrage, ob das Klimanarrativ nur eine Ursache für die Klimaerwärmung ausmacht, nämlich das CO2.
Ich bin da ja auch kein Experte. Und ich hatte das aus der Medienberichterstattung nie so verstanden.
Ich habe jetzt ein wenig in den IPCC-Reports gelesen und vermute die folgenden Ursachen dafür, dass dieser Eindruck der Monokausalität entstehen könnte.
Zum einen scheint mir Figure 2.1 aus dem aktuellen IPCC-Report («AR6 Synthesis Report») den Aufbau eingier Modelle des IPCC zu illustrieren.
Dort wird die Korrelation zwischen Treibhausgasen (Green House Gases, GHG) und Temperaturerwärmung gezeigt. Landnutzung wird darin «nur» als 10% der Quellen von GHG ausgemacht. Ich vermute, dass deshalb der Fokus des IPCC auf fossilen Brennstoffen und Industrie (ca. 70% der Quellen) liegt und nicht auf der Landwirtschaft.
Sie scheinen sich auf den grösseren Hebel zu fokussieren. Das scheint mir eine sinnvolle Strategie zu sein.
Und im IPCC-Report zu Bodenverödung werden die Wirkmechanismen zu Pestiziden und Überdüngung auch beschrieben (suche nach «fertili», bzw. «pesticid») im PDF. Auf Seite 356 ff. ist das tabellarisch zusammengefasst.
Scheinbar wird das auch ein im Verhältnis eher kleinerer Einflussfaktor für den Klimawandel gesehen. Und es scheint damals (2022) auch noch Forschungslücken gegeben zu haben.
Zudem geht es dem IPCC – sicherlich ziemlich reduktionistisch – vor allem um die Klimakrise.
Dass es noch weitere Krisen, wie die Biodiversitätskrise, gibt, wird von der Klimafonds-Initiative wohl nicht verneint.
Auch der Umstand, dass die verschiedenen Krisen wahrscheinlich miteinander verwoben sind, wird wohl nicht verneint.
Mir scheint es dennoch sinnvoll, an der Linderung der Klimakrise zu arbeiten – immer mit Blick darauf, die anderen Krisen nicht zu verschärfen und auch sie zu bearbeiten.
Kannst du diese Ursachen für den Fokus auf CO2-Reduktion nachvollziehen?
Dass in früheren Wärmeperioden wohl oft zuerst der Temperaturanstieg und dann der CO2-Anstieg kam, wie du anmerkst, wird von der Wissenschaft nach meinem Verständnis dadurch erklärt, dass die Wirkmechanismen damals andere waren: Der menschenverursachte Klimawandel funktioniert anders als frühere Wärmeperioden.
Kannst du das nachvollziehen?
Du sagst: «nun will man die Biodiversität stärken, durch Dekarbonisierung». Ich habe es andersherum verstanden: Der Initiativtext sieht die Stärkung der Biodiversität als ein Mittel, um den übermässigen CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu senken. Siehst du das auch so?
Du sagst auch: «Andererseits erkennen wir keine stichhaltigen Belege dafür, dass die Senkung des CO2-Ausstosses eine messbare Verminderung der Klimaerwärmung bewirkt.» Das kann ich nachvollziehen. Dadurch, dass der CO2-Ausstoss noch nicht gesenkt werden konnte, gibt es noch keine Beweise dafür. Die Klimamodelle scheinen mir allerdings genau das vorauszusagen.
Die vielen (teilweise wohl rhetorischen) Fragen zu Fakten und Meinungen habe ich nicht alle verstanden.
Unter anderem fragst du, was Fakten sind. Mich würde weiterhin interessieren, ob du mit meinen Definitionsvorschlag dazu mitgehen kannst.
Wir sind in diesen Austausch ja über meine Rückfrage zu der Korrelation zwischen CO2-Redutions-Investitionen und CO2-Ausstoss eingestiegen.
Nun interessiert mich – vielleicht abschliessend – deine Sicht auf die Klimafonds-Initiative: Siehst du, der du dich viel mit u.a. Permakultur und Erkenntnistheorie auseinandergesetzt hat, sie als eine Vorlage, die uns eher in eine sinnvolle Richtung führen könnte, oder siehst du sie als eher schädlich an?
Lieber Simon
Das was ich als das Wesentlichste ansehe, hast du anscheinend nicht verstanden. Das Wesen des Menschen, was ist der Mensch, was ist Wahrnehmung, Fühlen, Vorstellen, Denken. Das Denken benutzen wir als Werkzeug für alles was wir hier anführen. Um ein Werkzeug wie das Denken richtig zu gebrauchen muss ich es kennen und beherrschen. Ich kann nicht mit einem Schraubenzieher einen Baum fällen. Wenn der Blick nur nach Aussen gerichtet ist und wir kein Bewusstsein haben auf unser seelisches und geistiges Wesen und des Denkens als geistige Tätigkeit, kommen wir hier nicht weiter. Mit Denken meine ich nicht die Gedanken, sondern das Denken als Tätigkeit selber. Das braucht eine innere Kraft und ein erweitertes Bewusstsein um das tätige Denken als Beobachtungsinhalt vor sich hinzustellen um es erkennen zu können. Das geht zunächst nicht gleichzeitig.
Es bringt nichts, zu betonen, dass der Mensch ein physisches, seelisches und geistiges Wesen ist. Es muss auch genau erfasst werden wie diese Seelenglieder zusammenwirken.
Dies ist die Grundlage für alles wissenschaftliche Forschen und damit meine ich nicht nur der rein materialistischen Wissenschaft, sondern eben aus ganzheitlicher Sicht, wie Geist und Materie konkret Zusammenwirken mit der Seele als Vermittler dazwischen.
Übergeordnet über all den Fragen über Klima, ist die Frage was ist der Mensch. Ohne dass wir uns das wirklich bewusst zu machen werden wir nur benutzt als willkürliche Opfer von Ängsten, so wie sie bewusst benutzt werden um die Menschen zu kontrollieren und zu beherrschen, sei es durch die Coronaangst, Klimaangst, Kriegsangst, Angst um die Gesundheit etc.
Zum Menschsein als höchstes Gut und Ziel gehört auch die Freiheit und Selbstbestimmung und Selbstermächtigung sowie die Eigenverantwortung. Leider gibt es in der IP kaum ein Bewusstsein, was Freiheit überhaupt ist. Das führt dann zu solchen Aussagen: Andererseits muss eine übergeordnete Instanz wie der Staat die Freiheiten des Individuums auch begrenzen, wenn das Gemeinwohl und die Solidarität unter den Bürgerinnen und Bürgern gefährdet sind. Zu finden in den Grundlagen Integraler Politik 2. Das führt dann direkt zur Diktatur, der Staat oder eine Weltregierung als gütiger Vater bestimmt über uns, wenn wir uns nicht artig verhalten wie es von uns gewünscht wird. Wer entscheidet dann, wenn der Staat, und wer ist der Staat, bestimmt wann das Gemeinwohl und die Solidarität gefährdet ist? Wohin das führt, wenn der Staat die Solidarität missbraucht, haben wir ja hautnah bei Corona erlebt. Die Gefahr geht also eher vom Stat aus. Das führt dann in eine gefährliche Richtung weg von Demokratie und dem Souverän als oberstes Prinzip. Es entspricht auch nicht der Bundesverfassung: Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen. Jeder Mensch hat das Recht auf persönliche Freiheit, insbesondere auf körperliche und geistige Unversehrtheit und auf Bewegungsfreiheit. Ist sich die IP bewusst, was sie hier propagiert?
Soweit ich dich verstehe ist das IPCC für dich das Mass aller Dinge zu sein. Wie du selber schreibst, scheinbar ist die Bodenverödung eher im Verhältnis ein kleiner Einflussfaktor auf den Klimawandel zu sein. «Es scheint so zu sein», ist keine Erkenntnissicherheit. Und so gibt es viele Faktoren welche sehr schwammig sind; «es deutet darauf hin»… auf dieser Basis werden dann Klimamodelle konstruiert und Behauptungen aufgestellt welche das Narrativ unterstützen und damit die Grundlage liefern, dass sofort etwas gemacht werden muss sonst stirbt die Erde. Oft wird nur ein Faktor herausgepickt ohne den Gesamtzusammenhang zu sehen, so z.B. ein anderem der Faktor, des ganzen und halben Wasserkreislaufs welcher das Klima über die Wolkenbildung massiv beeinflusst und auch unter anderem mit der Landwirtschaft zusammenhängt.
Ich sehe dein unerschütterlicher Glaube an das IPCC, vielleicht ist für dich auch mal von Interesse, was andere Menschen oder Wissenschaftler darüber aussagen.
Das IPCC ist wie schon gesagt eine politische Organisation. Politik hat oft andere Interessen als seriöse Wissenschaft und wie gesagt mit der Angst kann man die Menschen bestens steuern. Siehe dazu auch die Pandemie und wie die Politik die Wissenschaft bestimmt (RKI-Files, etc.)
Zum Thema Anstieg der Meeresspiegel. Warst du in letzter Zeit mal am Meer und hast bemerkt, dass der Wasserspiegel gestiegen ist? Vergleich mal alte Fotos vom gleichen Strand mit Fotos von heute, ist der Wasserstand ersichtlich gestiegen? Wann wird es soweit sein, dass der Kölner Dom unter Wasser ist? Errechne mal, wieviel Eis schmelzen muss damit der Wasserstand aller Meere um einen Zentimeter steigt. Panikmache und Propaganda anstelle seriöser Wissenschaft?
Politik und Wirtschaft ist immer auch mit Geld verknüpft, auch diesen Aspekt sollten wir genauer betrachten. Mit CO2 Steuern und CO2 Zertifikathandel kann man viel Geld machen. Und wer bezahlt das ganze schlussendlich? Natürlich der Endverbraucher. Ein weiterer Mechanismus zur Umverteilung von arm zu reiche. Mit tollen Attributen wie: Green Deal, Nachhaltigkeit, Green Labels, CO2 neutral, Netto Null, etc. wird das alles schmackhaft gemacht, man fährt dann ein Elektroauto und hat das Gefühl ein guter Mensch zu sein und etwas zu tun für die Rettung der Erde. Wie das Lithium und die seltenen Erden abgebaut werden und wievielt Erde zerstört wird und wie viele Einwohner vertrieben werden oder krank werden wird einfach ausgeblendet. Auch was alles unter Green-washing mit CO2 Handel getrieben wird möchte ich hier gar nicht erwähnen.
Zu deiner abschliessenden Frage ob die Klimafonds-Initiative in die richtige Richtung führt kannst du dir meine Antwort dazu wohl selber finden. Die Initiative führt weg von echten Lösungen, wie schon angesprochen, sonst hätte sich der CO2 wohl gesenkt mit all den Investitionen in die CO2 Senke. Die andere Frage ist, wo ist all das Geld hingeflossen, wer hat sich alles bereichert damit?
Dieses Geld könnte viel sinnvoller eingesetzt werden in die Lösung von offensichtlichen Problemen.
Es gibt noch so viele offenen Fragen welche hier gar nicht angesprochen wurden.
Zu all den Themen gibt es auch noch ganz andere Sichtweisen wie z.B. die von Professor Eslfeld von der Leopoldina, ein Interview von der letzte Abstimmung zum Thema Umweltverantwortungsinitiative. Nicht dass ich alles teile was er sagt, aber doch auch erfrischen eine ganz andere Sicht sich mal zu Gemüte führen, welche sicher auch seine Berechtigung hat.
Lieber Bruno
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage, ob die Klimafonds-Initiative für dich in die richtige Richtung führt.
Mir ist noch nicht klar, welche offensichtlichen Lösungen du siehst, für die das Geld sinnvoller eingesetzt werden könnte.
Auch das Wie ist mir nicht klar: Staatliche oder politische Organisationen siehst du heute offenbar als nicht geeignet an, um günstig zu wirken. Auch verbessern möchtest du sie glaube ich nicht.
Und doch scheint für dich alles ganz einfach zu sein. Bloss verstanden habe ich es noch nicht.
Zu deiner Frage nach dem Meeresspiegel: Nein, ich war in letzter Zeit nicht und vor allem nicht regelmässig am Meer. Ich vermute auch, dass die derzeitige Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs noch nicht hoch genug ist, als dass ich sie hätte bemerken können.
Es scheint allerdings so zu sein, dass sich der Anstieg in den letzten Jahren deutlich beschleunigt hat.
Lieber Simon
Die Welt ist voller Lösungen!
Ich könnte dir eine grosse Liste von Lösungen zusammenstellen.
Diese Lösungen und Initiativen sind meist privat organisiert ohne staatliche oder politische Unterstützung. Wie z.B. Biovision oder Tamera in Portugal oder Sekem mit der Begrünung der Wüste in Ägypten und Anbau von Demeter Produkten, usw. Diese Projekte habe Einfluss auf das Klima und versorgen zudem die Menschen mit gesunden Lebensmitteln, fördern die Biodiversität und ermöglichen den Menschen eine sinnvolle Arbeit und Wohlstand und fördern ein soziales Klima in Verbundenheit mit der Natur.
Dieses Geld welches in sinnlose unterfangen eingesetzt wird wie CO2 Reduktion, CO2 Zertifikathandel, CO2 Steuern und Abgaben welches ein Betrugsgeschäft sondergleiche ist. Dieses Geld könnte besser Menschen zugutekommen welche etwas zur wirklichen Veränderung beitragen. Wälder wieder aufforsten, Wüste begrünen etc. Beispiele gibt es genügend dazu.
Staatliche Organisationen und Politik sind doch offensichtlich ungeeignet etwas Sinnvolles zu machen. Das ist alles zu verfilzt von Eigeninteressen, Lobbyismus und Geld als treibender Faktor. Die Politik kann auch nicht durch Flickwerk verbessert werden. Zur Erinnerung an das Lied: ein Loch ist im Eimer Karl-Otto… Verstopf es, oh Henry, mach’s dicht… womit denn, Karl-Otto, womit…. Mit Stroh, oh Henry…
Das grösste Problem ist der Einheitsstaat welche über das ganze Leben bestimmen will und über dem Staat dann die Weltregierung der sich alle unterzuordnen haben. Wir sind ja auf dem besten Weg dazu. Und das nennt sich dann Demokratie. Wir können in der Schweiz gerade mal über 0.8% der Erlasse abstimmen. Der Rest wird von Politikern und Verwaltung bestimmt, ohne dass wir etwas zu sagen haben dazu. Diese gewaltige Bürokratie regelt unser Leben mit immer mehr sinnlosen Bestimmungen und Regulierungen.
Im Sinne einer sozialen Dreigliederung müssen diese drei Bereiche, Geistesleben (Freiheit), Rechtsleben (Gleichheit) und Wirtschaftsleben (Brüderlichkeit) sauber getrennt werden in ein freies Geistesleben ohne Regulierung der Freiheit durch den Staat, freies Schulwesen, Wissenschaft, Forschung etc. Sowie in ein Wirtschaftsleben welches auf Brüderlichkeit basiert in Kooperation oder Assoziationen wo Bedürfnisse und Produktion untereinander abgewogen werden. Dazu braucht es keine Politik welche hier regulierend und (zer)störend eingreift. Im heutigen System ist alles verdreht: Die Gleichheit herrscht in Geistesleben, alle sollen das gleich denken und informiert, das heisst in die Form gebracht werden. Im Rechtsleben herrscht Brüderlichkeit, die Elite deckt sich untereinander, die kleinen Leute hängt man, die Grossen lässt man laufen. Und im Wirtschaftsleben herrscht Freiheit (feie Marktwirtschaft) oder Egoismus als Verdrängungswettbewerb, anstatt Brüderlichkeit. Hier hilft es, wenn das sozialen Hauptgesetzes umgesetzt wird: «Das Wohl einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist umso grösser, je weniger der einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heisst je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen er anderen befriedigt werden».
Fangen wir doch am besten unbefangen auf der Grünen Wiese an und fragen uns, was ist der Mensch. Was ist Freiheit, das grösste Gut des Menschseins, oder muss der Mensch gezwungen werden durch Gesetze? Welches Zusammenleben wäre möglich basierend auf freien, selbstverantwortlichen, eigenermächtigten Menschen ohne politische Zwänge.
Noch zu dem Anstieg des Meeresspiegels. Ich vermute…, es scheint so zu sein…, das sind alles keine fundierten Wissenschaftliche Faktoren. Hast du das selber beobachtet oder einfach nur gelesen? Wahrnehmbare Tatsachen sind, dass sich das Klima wandelt, dass Gletscher schmelzen etc. Die Frage ist nach den Ursachen. Hier beginnt die Welt der Spekulationen, Absichten, Theorien, Vermutungen etc. Wie kann man das politisch oder finanziell nun nutzen? Angst schüren um damit die Menschen zu steuern. Gemäss wissenschaftliche Aussagen gab es auch schon Zeiten wo es kein Eis an den Polkappen gab: «Eisfreie Polkappen stellen erdgeschichtlich den Normalzustand dar und machen etwa 80 bis 90 Prozent der Erdgeschichte aus». Und das ohne Einfluss des Menschen.
Bitte rechne doch mal aus, wieviel schmelzendes Eis es braucht damit der globale Meeresspiegel um einen Zentimeter steigt. Gibt es überhaupt so viel Eis? Erschwerend dazu kommt noch, dass gemäss wissenschaftlichen Untersuchengen die Eismassen in der Antarktis steigen. Es gibt sicher noch viele andere Faktoren, welche Einfluss auf den Meeresspegel haben.
Mache doch mal ein Experiment und fülle CO2 aus einem Sprudelwasserspender in einen Ballon. Der Ballon sinkt auf den Boden, weil CO2 schwerer ist. Wie kann also das CO2 als Klimagas wie ein Treibhaus wirken, da es gar nicht in höhere Luftschichten steigt? Es macht ja auch sinn, dass das CO2 in Erdnähe bleibt, hier wird es gebraucht damit die Pflanzen besser wachsen. Es wird sogar CO2 in Treibhäuser eingeblasen damit die Pflanzen besser wachsen.
Noch eine politische Sumpfblüte: Analena Baerbock ist im Mai 2024 in die Fidschi-Inseln gereist mit dem Regierungsflieger. Mit diesem CO2 Abdruck müssten schon einige Privat-Haushalte das heizen komplett einstellen.
Die Aussage von diesem Besuch war, das Dorf Togoru ist grösstenteils im Ozean versunken wegen dem steigenden Meeresspiegel. Steigt das Meer oder sinkt die pazifische Platte? Zum Glück gibt es Forscherteams, welche sich zum Ziel gesetzt haben, den Anstieg des Meeresspiegels von dem Absenken der Erdkruste zu unterscheiden.
Aber politisch kann das hervorragend genutzt werden um Klimapanik zu verbreiten und die Menschen zum Handeln zu verführen
Wieso soll gerade der Meeresspiegel auf den Fidschi-Inseln steigen und nicht global gleich stark? Oder macht das Wasser auch Hügel?
Und um nun noch auf die Medien zu kommen, alle Mainstream Medien haben das Thema aufgegriffen um Panik zu machen und noch eins obendrauf zu setzen. Wissenschaftler welche zu anderen Ergebnissen kommen werden totgeschwiegen oder lächerlich gemacht. Und wie viele Menschen haben sich so manipulieren lassen, gedankenlos und das weitererzählt? So viel zu Politik und Medien.
Dazu passt doch wunderbar das Zitat von Goethe
Quelle: Goethe, J. W., Gespräche. Mit Peter Eckermann, 16. Dezember 1828. Damals ging es um das Thema Goethe’sche Farbenlehre versus Newtonsche Farbenlehre, welche immer noch mit voller Überzeugung gelehrt wird.
„Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist“.
Liebe Mitdenkende des PA
Liebe Kommentar-Schreiber
vielen Dank für eure Stellungnahmen und für die ehrliche Diskussion!
Vor einiger Zeit sprach ich mit einem Mitglied des PA persönlich und wünschte, dass der Politische Kommentar auf Empfehlungen ganz verzichten sollte, damit wir Stimmbürger:innen, auf Grund der ausführlichen Überlegungen, selbstverantwortlich zu einer Entscheidung kommen sollten und wir uns nicht (nur) an den Empfehlungen orientieren.
Nun scheint eine Empfehlung jedoch gewünscht, aber……
zur 1. Vorlage: Abstimmungsempfehlung: Die Initiative geht klar in Richtung der Vision.
zur 2. Vorlage: Weil die Annahme der Initiative ……gibt der Politische Ausschuss keine Empfehlung ab.
zur 3. Vorlage: Abstimmungsempfehlung: Keine
zur 4. Vorlage: Abstimmungsempfehlung: Keine
Diese Formulierungen zeigen eine Tendenz zu Pluralismus – ein NEIN oder JA wird nicht klar ausgedrückt. Warum? Reden zu viele im PA mit?
Zu den Inhalten eurer Überlegungen:
Diese lese ich immer mit Interesse und bilde mir nach weiteren Informationen dann meine Meinung. Manchmal wünschte ich mir diese wären kürzer und prägnanter formuliert.
Die Art der “Kontrolle”, welche diese Ethikstelle…….. Eine solche (wie von oben erwähnt) wurde bereits diskutiert und kam nicht zu- stande. Sie würde m.M. das Abstimmungsverfahren deutlich ‚verlängern‘, ja komplizierter machen.
Es macht mich sprachlosm dass ip nicht ganz klar gegen die Halbierungs-Initiative Stellung bezieht.
Eure Vorschläge sind für die Länge der Zeit interessant und anregend.
Allerdings gibt der Kommentar von Pia Bossi zu bedenken «Die Art der “Kontrolle”, welche diese Ethikstelle…….. Eine solche (wie von oben erwähnt) wurde bereits diskutiert und kam nicht zu- stande. Sie würde m.M. das Abstimmungsverfahren deutlich ‚verlängern‘, ja komplizierter machen.»
Aber für die jetzige Zeit und die Bedrohung unserer Demokratie, die noch nie so gross war seit Jahrzehnten, wie jetzt, erscheint mir ganz klar, dass für eine Stärkung der Öffentlich-Rechtlichen zu votieren ist.
Habt Ihr nichts zu sagen zur Argumentation der Befürworter?!
Angeblich wollen sie die Geldbeutel der CHer*innen schonen.
Das könnten sie auf andere Weise (Da gibt es viele Möglichkeiten, welche diese Befürworter aber sonst eher bekämpfen.).
Sie sagen, die Öffentlich-Rechtlichen sollten die privaten Anbieter nicht konkurrenzieren.
Aber wer finanziert und betreibt private Medien? Es sind Milliardäre, wie in der CH Blocher, in Italien Berlusconi; in den USA ein Jeff Bezos, ein Elon Musk, die Murdoch Family, etc. Die haben ihre eigene Agenda und ihre eigenen Interessen.
Die Öffentlich-Rechtlichen haben eine enorm wichtige Funktion in dieser Zeit, sachlich und umfassend zu informieren und müssen unterstützt werden!
Mich hat der Entscheid, zur SRG-Initiative keine Empfehlung abzugeben, auch sehr erstaunt.
Wie schon Hugo Morger angemerkt hat, ist auch mir die Logik hinter dem Satz «Weil die Annahme der Initiative die grundlegenden Probleme der Medien eher noch verschlechtert als löst, gibt der Politische Ausschuss keine Empfehlung ab.» nicht wirklich verständlich. Ich hoffe, dass ein Mitglied unseres Poltischen Ausschusses dies noch erläutert.
Mir ist auch wichtig zu betonen, dass der Politische Ausschuss nicht die gesamte IP repräsentiert. Im Politischen Kommentar spiegelt sich jeweils das Ergebnis des Integralisierungsprozesses innerhalb des Kreises «Politischer Ausschuss» wider. Deshalb finden sich auch die Namen der verantwortlichen Kreismitglieder im oberen Teil des Politischen Kommentars.
Und wenn ich mich versuche, in die Initiant:innen der SRG-Initiative hineinzuversetzen, dann kann ich mir verschiedene Schmerzen vorstellen: Die SRG hat eine stabile Einnahmequelle (die Gebühren) während private Medien ganz anders wirtschaften müssen. Dieses andere Wirtschaften mag anspruchsvoller sein und gegenüber einer gut finanzierten SRG als ungerecht erscheinen.
Zudem verbreitet die SRG auch weltoffene, universalistische Werthaltungen. Aus einer ethnozentrischen Werthaltung heraus kann das schmerzhaft sein. Zumindest ein Teil der Initiant:innen scheint dies als unausgewogen zu betrachten.
Dabei sind es die öffentlich finanzierten Medien, auf die mir ein breiter, gesellschaftlicher Einfluss noch am ehesten möglich erscheint.
Es sollte im Interesse aller sein, die öffentlich finanzierten Medien zu erhalten und zu fördern.
Als Immigrant in das Schweizerische Demokratiesystem finde ich es zudem immer wieder erstaunlich, was wir in die Bundesverfassung schreiben wollen: Einen Frankenbetrag in der Bundesverfassung festzuschreiben, fühlt sich für mich nicht stimmig an. Der Zweck der Verfassung scheint mir zu sein, grundlegende Normen zu spezifizieren, die das Potential haben, längere Zeiträume zu überdauern.
Mir scheint, dass das Instrument der Initiative hin und wieder zweckentfremdet angewandt wird, um empfundene Unzulänglichkeiten im parlamentarischen Gesetzgebungsprozess zu umgehen.
Vielleicht deutet deshalb die SRG-Initiative auch auf ein nötiges Demokratie-Update hin: Offenbar fühlen sich die Initiant:innen nicht genügend durch das parlamentarische System gehört und suchen deshalb den Weg über die Bundesverfassung.
Unser Integralisierungsprozess kennt heute keine vorausgehende Prüfung, ob eine Verfassungsänderung überhaupt als ein sinnvolles Mittel erscheint.
Und vielleicht sollte das auch kein Kriterium sein. Das habe ich nicht vollends durchdacht.
Für mich persönlich führt allerdings allein schon dieses erste Sieb zum Schluss, dass ich sicher mit Nein stimmen werde.
Ganz unabhängig davon halte ich eine Kürzung der Mittel für die SRG in der gegenwärtigen, sehr dynamischen Informationslage und vielfältiger Partikularinteressen für nicht zielführend. Denn ich sehe die SRG in einer einmaligen Ausgangslage für interessenübergreifenden Journalismus in der Schweiz.
Sicherlich ist sie darin nicht perfekt. Defizite würde ich lieber auf anderer Ebene als über in der Bundesverfassung verankerten Kürzungen ausgeräumt sehen.
In einer integralen Gesellschaft sehe ich, dass Zielkonflikte inhaltlich und nicht über blosse Budgetkürzungen gelöst werden.
Mich macht es sprachlos, dass die IP nicht ganz klar für die Halbierungs-Initiative Stellung bezogen hat.
Was machen wir nun, was soll nun die IP machen. Jeder hat so seine Vorstellung was der Politische Ausschuss der IP machen sollte, welche Empfehlung er abgeben soll. Dann brauchen wir ja die IP gar nicht, wenn jeder schon weiss wie die IP entscheiden soll. Oder ist die IP eine Organisation welche die eigene Überzeugung von IP Mitgliedern vertreten soll und warum nicht die von meiner Person? Auch in der IP sind wiederum nur einzelne Personen mit ihren individuellen Erfahrungen, Meinungen und Standpunkten.
Was wir brauchen sind verschieden Gesichtspunkte um eine Sache von verschiedenen Seiten zu betrachten. Ein integrales Anliegen ist es doch verschiedenen Gesichtspunkte zu betrachten um zu einer integralen Sicht zu kommen. Das bedingt auch dass wir selber beweglich werden und nicht einfach auf unserem Standpunkt beharren, sondern dem Standpunkt wechseln um zu einer anderen Ansicht zu kommen und um schlussendlich zu einer integrierten und ganzheitlicheren Sicht zu kommen, ganz nach dem Motto: Integriere statt separiere. Das heisst auch die eigenen Seelenanteile in sich selber zu integrieren.
Was ich mir wünschen würde vom Politischen Ausschuss der IP ist eine Darstellung der verschiedenen Gesichtspunkte zu einem Thema aus dem Verständnis, einerseits der Initianten sowie auch aus dem Verständnis der Gegenseite und eventuellen weiteren Gesichtspunkten und dann versuchen eine Synthese zu bilden. Damit sind alle Gesichtspunkte berührt und dies gibt den Lesenden dann die Möglichkeit eine Sache aus den verschiedenen Blickwinkeln zu sehen um innerlich in Bewegung zu kommen und nicht bei der vorgefassten Meinung und Sichtweise stehen zu bleiben. Jeder hat zumindest ein bisschen Recht.
Hier noch ein paar Ansichten welche es auch zu bedenken gibt.
Die Medien sind ja eigentlich die 4. Gewalt in einer Demokratie, daher müssen sei vor allem frei und unabhängig sein, das gehört zu freien Geistesleben. Die SRF ist aber zwangsfinanziert und als Medium mehr Sprachrohr der Bundespolitik und des Mainstreams. Die SRF ist sicher auch nicht integral orientiert.
Ausserdem handelt es sich um eine doppelte Besteuerung, da sowohl Privathaushalte als auch Firmen für die SRG besteuert werden.
Die meisten alternative Medien durch Spenden finanziert und müssen sich durch den Inhalt und die Qualität sowie durch die Vielseitigkeit profilieren. Es ist der Freiheit unwürdig, wenn ein Medium zwangsfinanziert wird und widerspricht der Freiheit des Geisteslebens sowie der Gewaltentrennung.
Ich jedenfalls finde es unwürdig, wenn ich noch bezahlen muss und dafür, angelogen zu werden. Es reicht, wenn die Menschen das Angebot unterstützen welche ein Bedürfnis dafür haben, aber ein Zwang hat nichts Freiheit und schon gar nicht mit integralem Bewusstsein zu tun.
Wie ist den die SRF eingebunden in das Transatlantik-Netzwerk, siehe: https://swprs.org/netzwerk-medien-schweiz/
Hier wird die ideelle sowie die finanzielle Verknüpfung sichtbar.
Der Mediennavigator zeigt auch wie die SRF in ihrer Ausrichtung wischen NATO konform und NATO kritisch sowie zwischen egalitären Positionen und konservativen Positionen einzuordnen sind. Also keinesfalls neutral. https://swprs.org/medien-navigator/
Während die SRG die “Pflicht” hat ausgewogen zu berichten, (nach Art. 4 Mindestanforderungen an den Programminhalt: (…) Konzessionierte Programme müssen in der Gesamtheit ihrer redaktionellen Sendungen die Vielfalt der Ereignisse und Ansichten angemessen zum Ausdruck bringen), macht sie häufig das Gegenteil.
Daher gibt es eine Ombudstelle, der man Verstösse gegen die Ausgewogenheit der Berichterstattung melden kann. Dennoch kann durch diese kaum erreicht werden, dass die SRG ihrem Auftrag besser nachkommt. Denn wird z.B. SF DRS dafür gerügt, dass sie nicht ausgewogen berichtet hat, dann nimmt sie dies entweder schulterzuckend zur Kenntnis, oder sie zieht vor Bundesgericht, wie bei einer kürzlichen Rüge dafür, dass SF DRS nicht über die RKI Files berichtet hat. Was eben zeigt, dass Medienvielfalt weder staatlich gewährleistet noch durchgesetzt werden kann. Daher braucht es unabhängige Medien welche auch über solche Dinge berichten welche das SRF bewusst unterdrückt.
Die stark gestiegene Zahl von Beschwerden – 2025 erneut ein Rekordjahr – ist Ausdruck tiefsitzender Enttäuschung, Verletzungen und eines institutionellen Vertrauensverlusts.
Warum also soll ein Medium zwangsfinanziert werden welches ihrem Auftrag nicht nachkommt?
Hier nur ein kleines Beispiel wie ein SRF Journalist bewusst lügt:
https://hoch2.tv/sendung/schweizer-fernsehen-lockt-gaeste-mit-falschen-versprechen-framing-statt-journalismus/
Oder ein ehemaliger SRF Mitarbeiter, welcher die SRG von innen kennt.
https://hoch2.tv/sendung/vertrauen-komplett-verspielt-insider-hasler-rechnet-ab/
Unter all diesen Gesichtspunkten müssten die Zwangsgebühren ganz abgeschafft werden.
Wie finden wir also unter all den verschiedenen Gesichtspunkten eine Lösung welche einem integralen Bewusstsein entspricht?
Unter dem Titel zu dieser Initiative, im politischen Kommentar der IP, unter «Die besonderen Anliegen der IP» befindet sich ein Kommentar und 6 Punkte aufgelistet. Diese klingen für mich wie eine irreale Fantasiewelt welche wohl nie Wirklichkeit werden wird. «In einer Integralen Gesellschaft vertrauen die Menschen einander». Wo und wer ist diese Integrale Gesellschaft? Wer kann die Menschen so manipulieren zum Guten, dass alle sich vertrauen? Wohl eine Illusion. Konflikte, Lügen und Täuschungen gehören zum wirklichen Leben und führen zum Aufwachen und zur ENT-Täuschung damit wir aneinander wachsen können. Ich möchte nicht darauf verzichten und möchte auch nicht in einer solch verblendeten Scheinwelt leben. Das Hinterfragen gehört doch um Grundprinzip der Wissenschaft. Oder sollen wir einfach alles Glauben, auch jeden Irrtum und darauf vertrauen dass es schon stimmt?
Was ist eine integrale Gesellschaft? Gibt es diese oder wird es diese einfach mal geben. Wer presst alle Menschen in das Korsett einer integralen Gesellschaft und was ist mit jenen Menschen welche sich nicht in diese Illusion einer integralen Gesellschaft pressen lassen? Wird diese integrale Gesellschaft diktatorisch durch eine Weltregierung von oben verordnet?
Hier noch ein Satz aus der Mediationsausbildung:
«Konflikte sind der Ursprung allen Fortschritts und eine absolute Notwendigkeit.» Jean Baker-Miller (Psychoanalytikerin, Autorin)
Die Frage ist eher, wie wir mit Konflikten umgehen. Mit Gewalt, Krieg oder mit Zwang oder Ausschluss von Mitgliedern welche nicht mit der eigenen Meinung übereinstimmen oder welche sogenannte Wissenschaftliche Fakten hinterfragen oder solche welche die Prinzipen oder Vorstellung einer integralen Gesellschaft widersprechen. Oder finden wir einen Weg zu einer offenen Gesellschaft wo Konflikte mit Hilfe von Mediation und der Offenheit seine eigene Ansicht und Meinung zu hinterfragen in gegenseitigem Zuhören und Verständnis bereinigt werden indem alle Seiten gewinnen.
Es kann ja auch gesagt werden: Wer nie gelogen oder Misstrauen gehabt hat, der werfe den ersten Stein.
Es gäbe ja noch vieles zu sagen zu all den 6. Punkten.
Wäre schön, wenn es eine vertiefte Auseinandersetzung zu all den Themen geben könnte.
Zum Schluss nochmals das Zitat von Goethe welches für mich eine tiefe Wahrheit ausdrückt und gerade um Thema Medien passt.
„Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist“.
Lieber Bruno
Wie du vielleicht noch aus deiner aktiven Zeit in zentraler Rolle in der IP weisst, ist das erreichen einer integralen Gesellschaft die grosse Vision der Integralen Politik.
Diese Vision ist in unseren Grundlagen beschrieben. Der Weg zu dieser heute noch utopischen Vision ist sicherlich noch lang. Und doch halten wir sie als Vision für erstrebenswert.
Wir wollen diese Vision nicht durch Revolution oder Diktatur, sondern durch gemeinsame Weiterentwicklung erreichen. Es ist ein Weg der kleinen Schritte.
Ich sehe auch, dass es heute auch gesellschaftliche Entwicklungen weg von unserer Vision gibt – Trennung (z.B. die da oben, wir hier unten) statt gemeinsamem Vorantasten.
Und deshalb verstehe ich auch, wenn du die Serafe-Gebühren als Zwangsfinanzierung siehst. Ich habe sie immer als gemeinschaftliche Abgabe für einen durch alle finanzierten Journalismus gesehen.
Eine gemeinschaftliche Finanzierung kann – so verstehe ich die Idee dahinter – dabei helfen, Partikularinteressen stärker abzumildern als bei Medien, die stärker von Werbeeinnahmen oder Investor:innen-Einfluss abhängig sind.
Und natürlich gibt es auch weitgehend unabhängigen Qualitätsjournalismus abseits der gemeinschaftlich finanzierten Medien.
Vielleicht liegt gerade darin eine gesunde Polarität: Ohne gemeinschaftlich finanzierten Journalismus wird der privatwirtschaftlich finanzierte Journalismus weniger gut – und umgekehrt.
Es braucht vielleicht derzeit beide in einem gesunden Zustand.
Und wenn wir den gemeinschaftlich finanzierten Journalismus als mangelhaft einschätzen, dann würde ich darauf einwirken wollen, ihn zu verbessern – nicht ihn durch Budgetkürzungen pauschal zu verschlechtern.
Lieber Simon
Anscheinend hältst du, sowohl auch als Vertreter der Meinung der IP nicht viel von Freiheit. Wieso muss ich zu einer gemeinschaftlichen Aufgabe gezwungen werden mit einer Zwangsfinanzierung.
Die utopische Vison der IP sehe ich eher irreal und führt nicht zu einer freien und eigenverantwortlichen Gesellschaft. Es hat sich auch gezeigt, dass die Gewaltentrennung nicht funktioniert und die zwangsfinanzierten Medien nicht die vierte Gewalt darstellen durch unabhängigen Journalismus. Medien müssen frei sein, die Wahrheit darf nicht einseitig durch eine Zwangsfinanzierung und einseitigen Journalismus als Mainstream Propaganda missbraucht werden. Jeder der das, was die SRF als Meinung vertritt gut findet darf das gerne auch finanzieren. Wieso sollen nicht alle Medien durch Menschen finanziert werden welche einen Bedarf dafür haben. Ich bin ja auch frei, die Bücher oder Zeitschriften zu kaufen welche mich interessieren.
Wieso soll ein gemeinschaftlicher, zwangsfinanzierter Journalismus besser sein. Es ist eher das Gegenteil der Fall, da SRF mehr Mainstream konform informiert und nicht konforme Nachrichten eher zensuriert oder einfach unterdrückt. Wieso wird ein privatwirtschaftlich finanzierter Journalismus ohne einen zwangsfinanzierten Journalismus weniger gut? Ist es doch gerade umgekehrt, weil der zwangsfinanzierte Journalismus einseitig Mainstream Propaganda betreibt, braucht es den privaten oder durch den Bedarf der Leser geförderten freien Journalismus. Das zeigen ja auch die Verhaltensweisen, dass immer weniger Menschen bereit sind, sich Mainstream Journalismus anzutun, wieso müssen sie dann das noch mitfinanzieren, was sie nicht brauchen? Ist das nicht schon eher Diktatur? Ein freies Geistesleben bracht keinen Zwang.
Wie willst du den zwangsfinanzierten Journalismus nun verbessern? Was ist das überhaupt für eine Gemeinschaft zu welcher ich gezwungen werde. Ich sehe die IP führt immer mehr in eine autoritäre Richtung, weg von freien und selbstbestimmten Bürgern. Eine Gemeinde besteht aus Individuen welche die Belange der Bürger untereinander regeln. Es gibt kein Recht welches die Bürger zwingt, welches Medium sie konsumieren und finanzieren müssen.
Aus meiner Sicht ist der gemeinschaftlich finanzierte Journalismus kein Zwang. Wir entscheiden uns ja gemeinschaftlich in einem demokratischen Prozess genau dafür. Darum geht es in der Vorlage: Ob wir einen starken, gemeinschaftlichen Journalismus wollen oder nicht.
Ich persönlich schätze gemeinschaftlich finanzierten Journalismus wegen der Qualität und relativen Ausgewogenheit. Ich lese aber auch von dir, dass du deine Meinung scheinbar dort oft nicht repräsentiert siehst. Das bedaure ich. Gleichzeitig bin ich überzeugt davon, dass Verbesserung von demokratisch konstituierten Institutionen immer möglich ist – wenn auch meist sicher aufwändig.
Es hat wahrscheinlich auch oft etwas mit Bewusstseinsentwicklung hin zu mehr Ganzheit zu tun. Genau den will die IP fördern.
Mir scheint, dass der Begriff «Mainstream» für dich negativ besetzt ist. Ich glaube, ich habe kürzlich gelesen, dass «Mainstream» oft als Chiffre oder eher abwertend gemeinter Ersatzbegriff für die freiheitlich-demokratische Grundordnung verwendet wird. Dabei gibt es scheinbar den «Mainstream» und «die anderen», die irgendwie schlauer und besser sind. Verwendest du den Begriff auch in diesem Sinne?
Mir ist eine abwertende Einteilung von Menschengruppen eher unangenehm. Ich wünsche mir statt dessen gemeinsames, suchendes Vorangehen.
Und um es deutlich zu sagen: Die IP strebt eine gemeinschaftliche und partizipative Gesellschaft an, auf einem starken, freiheitlich-demokratischen Fundament mit klaren, transparenten und demokratisch legitimierten Regeln, die für alle gleichermassen gelten. Sie strebt nicht in eine autoritäre Richtung, in der wenige Personen für alle entscheiden.
«Freiheit» in der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bedeutet für mich allerdings nicht nicht Freiheit von gemeinsamen (z.B. staatlichen) Strukturen. Das wäre glaube ich die libertäre Variante.
Sie bedeutet für mich Freiheit zu beeinflussen, Meinungen zu äussern und die Regeln kontinuierlich zu verbessern.
Lieber Simon
Wenn ich etwas finanzieren muss, was ich nicht brauche ist das ein Zwang. Wenn ich Erdbeeren nicht mag und ein gemeinschaftlich und demokratisch bestimmter Prozess befiehlt, dass ich Erdbeeren kaufen und essen muss, dann ist dies Zwang oder schon eher Vergewaltigung. Was heisst denn: wir entscheiden gemeinschaftlich? Entscheiden kann ich nur als Individuum. Kann eine Gemeinschaft, ein «wir» überhaupt entscheiden? Wir sind keine Gruppenseele mehr, sondern jeder ein Individuum. Was ist das für eine Gemeinschaft, zu welcher ich gezwungen werde? Ist eine Gemeinschaft ein Wesen welches über dem Individuum steht und welchem wir uns unterordnen müssen? Was ist dieses fiktive «wir»? Man könnte auch sagen Demokratie ist die Vergewaltigung einer Minderheit durch eine Mehrheit, ist das dann noch ein «wir»? Hier scheint kein Bewusstsein vorhanden zu sein vom Wesen des Menschen und der Freiheit, der Freiheit im Geistesleben und dem Herz-Denken.
Was ist denn eine Bewusstseinsentwicklung hin zu mehr Ganzheit? Was ist Ganzheit, alles so überpersönliche, fiktive Begriffe wie Gemeinschaft, ein konstruiertes «wir». Oder ist die Ganzheit Gott, welches Verhältnis hat dann das Individuum zur Ganzheit? Und dies will die IP fördern? Sinnvoll ist doch bei sich selber anzusetzen und nicht ein künstliches wir oder eine Gemeinschaft zu konstruieren.
Wer bestimmt denn was ein gemeinschaftlicher Journalismus ist. Das Denken muss frei sein sonst führt es in Gleichmacherei und Gleichschaltung. Die Individuen welche sich aus freiem Willen zusammenschliessen bilden eine Gemeinschaft nicht umgekehrt. Das gleiche gilt für das Gemeinwohl. Wer bestimmt das Gemeinwohl, muss sich jeder dann unter ein definiertes Gemeinwohl unterordnen, wenn nötig mit Zwang?
Es hat sich doch offensichtlich gezeigt, dass SRF kein qualitativer Journalismus betreibt und SRF eine politisch gefärbte Einheitsmeinung präsentiert, kritisches unterdrückt oder gar zensuriert und als Sprachrohr der Bundespolitik fungiert oder sich an den Vorgaben der USA orientiert.
Leben wir in einer Demokratie, was ist Demokratie so wie sie in der Schweiz gelebt wirklich?
Wenn es nach einer Abstimmung heisst: Das Volk hat entschieden! Also das grosse undefinierbare wir, wer und was ist das Volk? Das Volk sind ja alle Menschen welche in der Schweiz leben, Ausländer, Kinder. Das Gesetzt über das abgestimmt wird betrifft aber alle Menschen in der Schweiz. Von den 100% Menschen bleiben dann etwas 60% Stimmberechtigte Bürger/innen übrig. Dann gibt es einen Halbwerteffekt wegen Wegsterbens von ursprünglich Zustimmenden, da das Gesetzt ja länger in Kraft bleibt. Nach dieser Bereinigung bleiben noch 30% übrig. Die Stimmbeteiligung ist durchschnittlich bei 45%, die Zustimmungsquote für ein Gesetzt ist im Durchschnitt bei 55%. Dies zusammen macht dann eine demokratische Legitimationsquote von 9,7%. Wenn dann noch die Quote der Erlasse über welche überhaupt abgestimmt werden kann von 0,8% dazukommt, dann bleibt noch eine direktdemokratische Zustimmungsquote von 0,08% übrig. Das ist dann das grosse «wir» welches entschieden hat. (Frei nach Prov. Dr. David Dürr). Eigentlich hat es auch einmal einen Minderheitenschutz gegeben, davon spricht wohl niemand mehr.
Mainstream hat mit freiheitlich-demokratischer Grundordnung wohl nicht viel zu tun. Wie schon oben zitiert hat Freiheit mit der Freiheit des Geisteslebens zu tun und nicht mit einer Mehrheit. Über Warheit kann man nicht abstimmen. Eine Mehrheit hat nicht per se recht.
Mir ist eine abwertende Einteilung von Menschengruppen auch unangenehm. Das wird aber gerade vom Mainstream gemacht in der Anmassung einer Mehrheit oder einer kollektiven, willkürlichen Meinung, die ultimative Wahrheit oder Fakten zu vertreten und alles, was dem widerspricht zu ignorieren, unterdrücken oder zensurieren mit Hilfe von bezahlten Fakten Checker.
Ich kann nicht verstehen wie man ernsthaft ein künstliches Konstrukt wie eine sogenannte freiheitlich-demokratische Grundordnung als das grosse fiktive «wir» über das Individuum setzen kann. Das ist ein Anachronismus welcher die Entwicklung des Menschen als geistiges Wesen völlig ausklammert. Früher war der Pharao über den Menschen welcher noch mit dem Willen der geistigen Welt verbunden war, später dann der Kaiser, der König, der Papst und heute der Staat oder die Weltregierung völlig abgekoppelt von der Verbindung zur geistigen Welt.
Heute sollte der einzelne Mensch, das Individuum mit seiner Verbindung zur geistigen Welt an de Spitze der Pyramide sein und alle Organe wie Gemeinde, Kanton und Staat, sollen als dienende Funktion darunter liegen. Ein Nichtanerkennen dieser geistigen Entwicklung der Menschheit führt in Zukunft zu einem Untergang dieser Organisatonen inklusive der IP welche sich so wie mir scheint die Menschheitsentwicklung nicht mitvollziehen will und sich an alte Muster klammert.
Ein wirklich freier Mensch braucht keine Regeln, weil er sich die Impulse seiner Handlungen aus der Intuition aus dem grossen, gemeinsamen Ganzen holt.
Wer bestimmt, was die IP anstrebt, wer ist die IP, ein Wesen, oder eine übernatürliche Person, welcher sich die Mitglieder unterordnen müssen. Was sagen die anderen Mitglieder der IP, sind alle derselben Anschauung? Dann gibt es viele weitere Organisationen welche wieder andere Visionen und Utopien von einer Gesellschaft konstruieren. Welche Konstrukte sollen nun umgesetzt werden? Eine Mehrheit? was ist eine Mehrheit, was passiert mit denen welche etwas anderes wollen? Werden diese durch eine sogenannte Mehrheit unterdrückt und verfolgt und gezwungen sich unterzuordnen, ist dies das Ideal einer freien Gesellschaft? Dies sind veraltetet Vorstellungen und eine Illusion, wenn die IP eine gemeinschaftliche Gesellschaft anstrebt auf einem «freiheitlichen-demokratischen Fundament». Worin liegt denn die Freiheit, wenn eine fiktive Mehrheit, oder besser gesagt eine Minderheit, die Regeln bestimmt, welchen ich mich unterordnen muss? Wie schon oben angetönt ist diese scheinbare demokratische Mehrheit eine Illusion, welche in Wirklichkeit in eine autoritäre Richtung geht wo wenige Personen für alle entscheiden, so wie es heute schon praktiziert wird. Und der minimale Anteil des Volkes welcher schlussendlich ja zu einem neuen Gesetz sagt ist sicher nicht repräsentativ. Zumal die Meinung durch Propaganda und finanziellen Mitteln und mit schüren von Angst in die gewünschte Richtung gelenkt wird. Der Bundesrat, also die wenigen Personen entscheiden immer mehr, sogar illegal am Parlament vorbei, wohin die Reise geht.
All diese Ideologien darüber wie eine Gesellschaft konstruiert werden soll, sind veraltete Muster und Vorstellungen welche an dem Wesen des freien Menschen vorbei gehen und diese werden zwangsläufig untergehen, auch die IP, vielleicht durch einen Kampf, aller gegen alle. Die Freiheit beginnt beim Individuum und nicht bei der Gemeinschaft. Eine freie Gesellschaft ergibt sich durch die freien Individuen, nicht umgekehrt.
«Leben in der Liebe zur Handlung und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen».
Ich persönlich bin ja hocherfreut über die ausserordentlich fruchtbare Debatte, die unser «Politischer Kommentar» diesmal ausgelöst hat ! – Damit ist sein Ziel für mich bereits voll erreicht ! – Es ist erfrischend, dass auf dieser Grundlage doch einige engagierte Menschen aus ihrer Ofenecke hervorkriechen, um uns zu sagen, was aus ihrer Sicht «Sache ist» oder was vielleicht etwas differenziert oder gar vertieft ergründet werden sollte; – schon fast ein Ansatz, die «bisher verpassten Aufgaben» der IP anzugehen …
«… – erstaunt – sprachlos – nicht euer Ernst – einiges zu kritisieren – es gibt mir die Möglichkeit – …»
Dies ist die Aufgabe des «Politischen Kommentars», den der «Politische Ausschuss» der IP ausarbeitet und publiziert: eine Vorlage aus möglichst verschiedenen Gesichtspunkten zu beleuchten und zur Diskussion zu stellen. Immerhin nehmen nehmen wir uns heraus, auch noch eine Ausrichtung nach unseren (auf unserer Website publizierten) «Visionen» zu befragen und von Fall zu Fall, sich daraus ergebende «besondere Anliegen der IP» zu formulieren, was weniger eine Positionierung als eine Orientierung in zugrundeliegenden Fragen im Sinne hat.
Dieser Grundsatz wurde und wird regelmässig diskutiert (wohl mehr als die sachlichen Differenzen 😉 und immer wieder als Prinzip bestätigt. Dazu gehört auch, dass unser Ziel eben nicht eine Empfehlung für Abstimmende sein soll, sondern eine Orientierung, die zum Denken und Spüren und selbst-kritischen aktiv Sprechen und Handeln anregen soll. – Insbesondere die mehrfache Kritik an unserer ‚Stellungnahme‘ zur SRG-Vorlage – die vielleicht etwas hölzern klingen mag – zeigt, wie wichtig uns das bleiben sollte, denn ‚alle‘ klammern sich an diesen ‚quasi positiven’ Satz, während die entsprechenden «Besonderen Anliegen», in denen ziemlich differenziert ein anderer Zugang zu einem öffentlich-rechtlichen Medium, das von seinen Strukturen und methodischen Ansätzen her wesentlich klarer (als die aktuelle Vorlage, ob Ja oder Nein) einer öffentlich zugänglichen und diskutierten Information dienen könnte, geflissentlich übergangen wird (abgesehen von etwas ‚Häme‘ für eine verkürzte Ausrichtung an Visionen).
Erstaunt bin ich etwas, dass jemand meint betonen zu müssen,»dass der Politische Ausschuss nicht die gesamte IP repräsentiert»; – der PA repräsentiert niemanden ! – Er nimmt sich eine Vorlage vor und führt einen unterdessen ziemlich bewährten «Integralisierungsprozess» durch, in dem möglichst viele Gesichtspunkte und Blickrichtungen systematisch durchgegangen werden; die Erkenntnisse und Überlegungen, die sich daraus ergeben, werden dann möglichst getreulich in einen einigermassen lesbaren «Kommentar» eingearbeitet. – Habe ich gelesen, dass im PA «vielleicht zu viele mitreden» ? – die traditionelle Kritik ist eher, dass der PA zu einseitig zusammengesetzt sei 😉 … wir suchen immer weitere Mitglieder, die auch möglichst unterschiedliche Hintergründe mit sich bringen dürfen; – mein Standard-Anspruch ist unterdessen: «Was meint der Frosch dazu ?»
Am Anfang einer Bearbeitung steht immer die Frage: «Betrifft die Vorlage einer Änderung der Verfassung oder eines Gesetzes ?» – Es ist recht einfach: Initiativen können bisher nur auf die Verfassung zielen, Referenden auf Verfassung oder Gesetze. – Dass dabei teilweise formal etwas ’schräge‘ Einträge in die Verfassung kommen, ist daher nicht zu verhindern; jedoch werden Initiativen immer von Amtes wegen auf ihre Verträglichkeit mit der Verfassung überprüft. – Unsere ‚alternativen‘ besonderen Anliegen wären übrigens – präzise überarbeitet – in diesem Sinne sicher besser in der Verfassung aufgehoben.
Ganz einverstanden bin ich entsprechend mit dem folgenden Hinweis: »In einer integralen Gesellschaft sehe ich, dass Zielkonflikte inhaltlich und nicht über blosse Budgetkürzungen gelöst werden.»
Oh, dieser jemand, der darauf hingewiesen hat, dass der Politische Ausschuss nicht die gesamte Integrale Politik repräsentiert, der war ja ich! 😌
Um meinen Hinweis zu erklären: Ich wünsche mir, dass die Integrale Politik gedeiht, damit sie ihre heute noch utopische Vision in die Welt bringen kann.
Und ich bin immer dann besorgt, wenn Personen bestürzt sind, wenn sie etwas auf der IP-Website lesen.
Denn eigentlich sollte die IP nicht bestürzen.
Ich bin deshalb besorgt, weil ich fürchte, dass sich Interessierte von der IP abwenden, wenn sie bestürzt sind.
Das wäre aus meiner Sicht schade, weil wir eine so menschenfreundliche Vision haben, die alle Lebewesen einschliesst.
Und doch kann die Integrale Politik abschreckend wirken: Uns sind z.B. innere Qualitäten wie mentales Wohlbefinden und Spiritualität (die Verbindung mit etwas Höherem) wichtig. Spiritualität ist allerdings nach meinem Verständnis für ganze Gruppen von Menschen negativ konnotiert und mit dogmatischer Religiösität gleichzusetzen.
Unsere Vision ist also erklärungsbedürftig und teilweise ohnehin schon ohne weitere Erklärung mitunter abschreckend.
Deshalb wünsche ich mir, dass wir nicht noch mehr Abschreckung vor der IP als ganzes erzeugen.
Und vielleicht ist das auch irrationales Anhaften an den Wunsch, «gemocht» zu werden.
Wir müssen vielleicht heute noch nicht allen gefallen. Reibung und Diskurs können ja auch durchaus ein wärmendes, lebendiges Feuer entfachen. Von der Anhaftung kann ich mich im Moment dennoch nur schwer lösen 😇
Die Aussage: CO2 ist neben Stickstoff, Sauerstoff und Wasser eine wichtige Lebensgrundlage in unserer Atmosphäre. Sein Anteil an der Gefährdung unserer Atmosphäre ist umstritten. Mehr noch: Die Hypothese des Klimawandels durch den Kohlendioxid-Ausstoss beruht auf Glauben – Meinungen stehen gegen Meinungen.
Ich habe selten, außer wenn dies Veröffentlichungen von rechtsextremen Parteien (in Deutschland die AfD) sind, so einen wissenschaftlichen Unsinn gelesen. Diese Auffassung hat mit «integral» aber nun gar nichts zu tun. Ich bin entsetzt.
Wer entscheidet, was wissenschaftlicher Unsinn ist ?
Wer entscheidet, was die AfD richtig und was sie falsch macht ?
Wer entscheidet, was integral ist und was nicht ?
Wie und mit was wurden wir informiert ?
Ich selber bin zu mindestens 95% fremd-informiert. Und meine wissenschaftliche Ausbildung hat diesen Prozentsatz noch erhöht.
Wer kann behaupten er/sie könne mehr als 5% aus eigener Erfahrung schöpfen ?
Weiß ich, was in Bern, bei der BIZ in Basel oder in der WHO in Genève entschieden wird ?
Nein, ich weiß nur das, was uns die Leitmedien übermitteln.
Und was ist, wenn die Leitmedien andere Interessen verfolgen, als uns ehrlich zu informieren ?
Wahrscheinlich kann das Buch „Der Energie-Irrum“ von Hans-Joachim Zillmer einiges aufhellen.
Lieber Remy
Verstehe ich es richtig, dass deine Fragen eher rhetorische Fragen sind, oder stammen sie aus einem echten Erkenntnisinteresse von dir?
Als rhetorische Fragen verstehe ich solche Fragen, bei denen die fragestellende Person weniger an der Antwort interessiert ist als an der argumentativen Wirkung beim Gegenüber.
Rhetorische Fragen dienen wohl oft als Stilmittel, um Unsicherheit beim Gegenüber zu erzeugen und sind nützlich zur unbewussten Beeinflussung des Gegenübers.
Für mich ist es einfacher, mit Hilfe von Beobachtungen und Meinungen gemeinsam ein Bild der Welt zusammenzupuzzlen.
Es würde mir helfen, dich zu verstehen, wenn du deine Perspektive eher über Aussagen anstatt über Fragen teilst.
Das referenzierte Buch scheint die These zu vertreten, dass Erdöl und Erdgas nicht aus fossilen Quellen stammen, sondern von der Erde in quasi unerschöpflichem Mass produziert werden – und das ihre Verbrennung keine schädlichen Auswirkungen auf das Klima hat.
Habe ich das aus Zusammenfassungen richtig gelesen? Falls ja: Hältst du diese Darstellung für nachvollziehbar und plausibel?
Remy
Wer entscheidet, wenn nicht jeder Einzelne von uns selbst?
Wer sonst, soll entscheiden? Eine Macht über uns, der Staat?
Gibt es eine Wirklichkeit, eine Wahrheit? Dann kann sie jeder für sich finden durch Beobachtung und Denken.
Braucht es überhaupt jemand der entscheidet was wahr ist? z.B., dass 3 x 3 = 9 ist? Oder kann ich das selber erkennen?
Das meiste ist ja ein Glaube was ich als Vorstellung über die Welt in mir herumtrage. Wenn es in der Zeitung steht dann muss es ja wahr sein. Oder all die Irrtümer und überholten Erkenntnisse welche in den Schulbüchern stehen und immer noch gepredigt werden und wenn die Schüler das genauso wiedergeben können dann bekommen sie gute Noten.
Wir haben das selber denken gründlich verlernt und jetzt wird es uns durch die KI noch ganz genommen oder denen welche sich einer KI anvertrauen.
Es ist bewiesen, dass…. glaube ich das nun einfach oder versuche ich es mir selber zu beweisen? Das ist anstrengend und fordert unser Denken heraus, dazu sind die meisten Menschen zu bequem, es ist einfacher, Aussagen einfach als Meinung zu übernehmen und weiter zu verteilen.
Weiss ich wirklich nur das, was uns die Leitmedien übermitteln? Nein ich kann das ja hinterfragen und auch ein feines Sensorium entwickeln um wahrzunehmen welche Absicht hinter einem Artikel in den Medien stehen und es wird ja immer offensichtlicher wie betrogen und gelogen wird. Sehr oft ist Geld im Hintergrund (Folge dem Geld).
Wer kann behaupten, dass es nicht möglich ist mehr als nur 5% aus eigener Erfahrung zu schöpfen? Eine wissenschaftliche Ausbildung führt ja oft dazu, einfach Gedachtes auswendig zu lernen und wiederzugeben.
Es gibt noch etliche Bücher in diese Richtung «Der Energie-Irrtum». Es braucht einen unabhängigen Forschergeist um die Wirklichkeit immer weiter ans Licht zu bringen.
Wie verhält sich nun das Positionspapier der IP zu solchen Fragen und Erkenntnissen aus diesem Buch? Ist das Positionspapier nicht auch ein Parteiprogramm welche sich von der Art kaum unterscheidet von anderen Parteiprogrammen.
Ich plädiere hier für mehr eigenständiges, selbstverantwortliches Denken, ohne künstliche Intelligenz, sowie den Mut zu hinterfragen. Ein freier Mensch orientiert sich an der Intuition und einer aus Liebe zur Wahrheit gründenden, ganzheitlichen Weltanschauung.
Vielen Dank lieber Remy
für dein Relativieren von all den Aussagen die unsere Köpfe erhitzen. Bevor wir nun in unseren Köpfen eine bedrohliche Klimaerwärmung erleben hier eine Aussage eines weisen Wissenschaftlers: Wissenschaft ist keine Wahrheit, sondern lediglich der Stand des heutigen Irrtums.
Da wir alle, wie Bruce Lipton untersucht hat, mindestens zu 95% fremdbestimmt sind, können wir tatsächlich nicht mit gutem Gewissen über «Die Wahrheit» streiten, da wir oft sehr unterschiedliche Fremdbestimmungen erlebt haben und erleben.
So brauchen wir zwingend eine höhere Ebene als den Verstand, um Wahrheit (immer in Beziehung mit unserem momentanen Bewusstsein) zu finden.
Ein schöner und aus meiner Sicht mit tiefer Weisheit getränkte Aussage von Thich Nhat Hanh: Atmet meine Lieben – bewusstes Atmen ist mein Anker.
SRG-Initiative
Das integrale Zukunftsbild über die Medien/Information in der Geselschaft scheint mir richtig.
Ich sehe heute keine bessere Information, als jene der SRG. Sie erfüllt vielleicht 90% von dem, was eine integrale Gesellschaft politsch braucht. Sie ist öffentlich-rechtlich (gehört also den Stimmbürgern), nicht Interessen-Gebunden, unersteht einer Kontrolle. Erst wenn eine bessere Institution vorgeschlagen wird, darf die SRG aus meiner Sicht zurückgestuft werden. Heute, im politischen Weltkontext, keine Empfehlung für ein Nein zur Initiave der SVP zu geben, empfinbde ich als schweren Fehler.
Es tut mir sehr Leid für die IP, es betrifft mich sehr.
Gil Ducommun
Spannende Diskussion, schade können wir nicht zusammensitzen und direkt aufeinander Stellung beziehen. Aber vielleicht auch gut, so können Inhalte zuerst etwas absacken und es gewinnt nicht der (meist Männer) Lauteste. 😉
Zwei Dinge hätte ich gerne zur Klimadiskussion zwischen Bruno und Simon hinzugefügt:
CO2 ist ein Faktor, den wir messen können. Ich denke nach diesem Buch auch, dass Wasserkreisläufe und versiegelte Böden mindestens ebenso wichtig sind wie co2. Sehr empfehlenswert:
https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-aufbaeumen-gegen-die-duerre/2158899
Das mit dem Treibhauseffekt wurde uns seit klein so beigebracht, niemand versteht es so richtig, aber tönt schon logisch, denken wir. Vor allem wird aber sehr viel Geld damit verdient. Wie schon bei Corona stimmt mich genau dies sehr kritisch. Follow the money. Bin sehr froh um die Arbeit von Linksbündig diesbezüglich: https://www.linksbuendig.ch/
Es ist aber sicherlich nicht schlecht Co2 zu reduzieren, wenn das bedeutet z.b. weniger Zement herzustellen oder weniger Tankschiffe auf den Meeren zu haben oder Krieg abzuschaffen oder mehr Velo zu fahren oder….
Nur Wald zu roden um Windparks zu bauen zb. oder CO2 mittels riesiger Energieschleudern in den Boden einspeichern zu wollen, das kann es nicht sein. Ich glaube kleine Lösungen wären wie oft die Besseren. Wer überzeugt eine zuständige Fachstelle einer Gemeinde, dass Fernwärme mittels Pyrolyseheizung passieren könnte und die gewonnene Pflanzenkohle den Bauern in vielfacher Weise nutzen könnte, u.a. um Böden fruchtbarer (einer der grössten CO2 Speicher, Wasserretention (siehe oben)), Tiere gesünder und Gülle weniger stinkend zu machen?!? Ich hatte zufällig ein Gespräch mit genau so jemandem von der Stadt und war entsetzt, dass eine solche Person nicht mal wusste, was Pyrolyse überhaupt ist. Also wir brauchen Aufklärung, Bildung, Vernetzung und Austausch und Leute, die die Probleme wirklich lösen wollen und nicht einfach einen bequemen Bürojob haben wollen…da kocht Wut hoch 😉 Da können wir noch lange abstimmen 😀
Eine mögliche Korrelation zwischen Investitionen und CO2 anstieg könnte ganz einfach im Wirtschaftswachstum liegen (‚Januskopf‘ wär da ganz spannend anzuschauen!!), welches ja auch mit solchen Investitionen letztlich wieder angeregt wird: Mehr führt zu mehr auf allen Ebenen. Also bräuchten wir letztlich ein ‚Weniger» von allem, das lässt aber unser Wirtschaftssystem bzw. die Zinsgeldschöpfung nicht zu. Für mich liegt die Wurzel des Übels also in der Geldschöpfung, weshalb ich grosser Anhänger der Momo Bewegung bin. Wir brauchen ein Schwundgeldsystem, am besten in regionalen Kreisläufen, also selbstgeschöpfte, schwindende Regiowährungen. Schaut bspw. den Minuto an. So simpel wie wirksam, würden viele mitmachen, würde sich ganz viel ganz schnell ändern:
https://www.minuto-wissen.de/
https://zivilcourage.tv/ (Momo vs graue Herren, Interview mit Michael Ende uvm.)
Danke fürs Diskutieren…möge es ALLEN gut gehen: https://www.agspak.de/pluriversum/