Angezogen von diesem Titel fanden sich am 3. Februar 2024 rund 50-60 Menschen, aus verschiedenen Ecken der Schweiz, im Holligerhof in Bern ein. Ein grosses Anliegen des Anlasses war es, Menschen aus der französisch- und der deutschsprachigen Schweiz zusammenzubringen. Dafür wurde ein grosser Aufwand betrieben und die gesamte Veranstaltung wurde zweisprachig durchgeführt. Dies war für mich sehr eindrücklich und die Leistung der Übersetzenden faszinierend.
Das Einstiegsreferat mit dem Titel «Gemeinwohlökonomie» hielt Ralph Nacke auf Deutsch – und wurde laufend auf Französisch übersetzt von Dominique Gärtner wie auch Nomie Roten, die zusammen mit Peter Wyler (Organisationskomitee) moderierte.
Unter dem Titel «l’économie sociale et solidaire» referierte Alexandre Burnand auf französisch und wurde seinerseits auf Deutsch übersetzt.
Der dritte Referent Armin Sieber übersetzte sich gleich selbst.
Durch den gesamten Anlass hindurch war ein Sehnen nach einer anderen Art des Zusammenlebens, als das, was wir heute als „normal“ kennen, spürbar. Die ersten beiden Referenten zeigten auf, wie und wo gerechtere, sozialere und ökologischere Wirtschaftsformen möglich sind und bereits gelebt werden. Dies macht Hoffnung und wirft Fragen auf. Letztere konnten mit Hilfe von moderner Technik nach einem Austausch in Kleingruppen bequem vom eigenen Telefon aus über eine digitale Plattform an der Leinwand für alle sichtbar gemacht werden. Dank der flexiblen und kompetenten zweisprachigen Moderation wurden auch diese sofort in die jeweils andere Sprache übersetzt.
Neben und zwischen den Referaten wurde am reichhaltigen Buffet sich verpflegt und persönliche Kontakte geknüpft oder gepflegt.
Alles in allem war es für mich ein Event, an dem verschiedene Ebenen und Sinne angesprochen und verschiedenartige Verbindungen geschaffen wurden – ganz im Sinne der IP. Kognitiv, emotional, sozial, physisch, musisch, spirituell – von allem war etwas dabei.
Danke allen, die das möglich gemacht und auf irgendeine Art dazu beigetragen haben.
Auf dass es weitere Brücken bauende, ermutigende, verbindende, nährende Erlebnisse geben mag.
Feedback von Alice (Teilnehmerin)
Eingeladen zum Konferenzbesuch kam ich mit gemischten Gefühlen in Bern an. Gemeinwohlpolitik Illusion oder doch praktikable neue Sicht und Basis für notwendige Veränderung? Ich votierte eher für Illusion angesichts der aktuellen Geopolitik. Dann erlebte ich die geballte Kraft des IP-Denkens und -Fühlens. Welche ausserordentliche Atmosphäre sich aufbaute, wo Gefühle und Intellekt Spiritualität und die Ausrichtung auf die Handlungsebene zusammenkamen! Welch Potential all dieser Persönlichkeiten zusammen, wo jeder gehört und wertgeschätzt wird.
Langsam beginne ich zu ahnen, dass dies der Weg in die Zukunft sein könnte.
Herzlichen Dank für dieses vollumfänglich gelungene Gemeinschaftswerk starker Persönlichkeiten.


