Eine persönlicher Rückblick auf die General-Versammlung der Integralen Politik 2025
Obschon ich seit Jahren Mitglied bin, habe ich noch nie an einer Jahresversammlung der IP-Schweiz teilgenommen. Nun nahm es mich wunder, wie die Mitglieder-Versammlung einer politischen Bewegung abgewickelt wird, welche sich von anderen politischen Instanzen unterscheiden will.
Der erste schöne Eindruck bei meiner Ankunft in der Bäckeranlage in Zürich war das Versammlungshaus „Quartierzentrum“, welches mitten in einem Park mit gleichem Namen steht. Die Sonne befand sich in einem Zwiegespräch mit zahllosen Blumen, welche die Wege des Bistro umgeben und die Terrasse begrüsste einen kleine, fröhliche Menschenschar. Im Innern umgab ein Kreis von Stühlen eine prächtige blumenbesetzte Dekoration.
Die Versammlung begann mit einem Lied, das uns alle einlud, zusammen darin einzustimmen. Es handelte sich um ein Lied von Mani Matter, einem Berner Musiker, den ich nicht kannte. Es war nicht einfach, den schweizer-deutschen Worten zu folgen; aber das war nicht wesentlich. Was zählte, war, mich von der Musik und den Stimmen, die mich umgaben, ziehen zu lassen.
Ein gewöhnliche Versammlung entwischt nicht den formalen Geschäften, aber diese hier entwickelte sich in einer Leichtigkeit und in Vertrauen. So traten wir in eine Phase von Vorschlägen zu verschiedenen Änderungen ein, welche den Mitgliederbeitrag, die Regelung des Budgets und die gesetzlichen Vorschriften für die IP-Schweiz betrafen. Der soziokratische Prozess wurde angewendet, um auf jedes Tagungspunkte einzugehen: Verständnisfragen, Reaktionen darauf, Würdigung der Vorschläge, Zustimmung. Der Ablauf ist tatsächlich nicht leichtflüssig, aber die Diskussionen entwickeln sich in einem grossen Zuhören, und der Prozess wird sich zweifellos mit der Zeit verbessern.
Das Vormittagstreffen schloss mit einem Moment der Danksagung, dann folgte eine Minute in stiller Meditation (wie sie von gewissen Mitgliedern der IP jeden Tag beachtet wird). Eine ausgedehnte Pause rund um eine „Kanadisches Buffet“(Teilete) erlaubte informellere Treffen und eine Erholung vor der Wiederaufnahme der Sitzung.
Nach einer Bewegungsübung in kleinen Gruppen, begann der Nachmittag mit einem anderen formellen Geschäft: Die Wiederwahl des Vorstandes, dann jene der Rechnungs-Revisoren. Darauf folgte ein Offenes Forum für das 6 Themen von anwesenden Mitgliedern vorgeschlagen wurden. Der Gedankenaustausch war reich und ebenso die im ganzen Kreis mitgeteilten Resultate. Ich beziehe mich dabei vor allem auf den Willen, den Gesundheitskreis nicht absterben zu lassen; was offenbar ein wertvolles Thema für viele der anwesenden Personen ist.
Ein zweites Lied von Mani Matter beschloss die Tagung. Es reichte nur noch sein Gefühl mit einem Wort mitzuteilen (mit „freudig und in Verbindung“ mogelte ich gegen die Anweisung) und sich auf Wiedersehen zu sagen.
Ihr könnte das Spiel des Unterscheidens spielen: Ihr werdet sicher mehr als sieben Unterschiede von dieser Jahresversammlungen zu einer traditionelleren finden: Lockerungsübungen, Lieder singen, Freude leben, Essen teilen, im Konsent entscheiden und Mitbestimmung respektieren und so weiter !
Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich im Jahr 2026 wieder mit Freude teilnehmen.
25. Mai 2025
François, für die IP Genève



2 Responses
Was für ein gelungenes Stimmungsbild dieses rundherum angenehmen Treffen’s!
DANKESCHÖN, lieber François
Wunderschön und sprachlich sehr gekonnt hast du deinen Rückblick auf die MV 25 der IP Schweiz mit uns getreilt !
Merci François und alles Gute für eure Arbeit in Genf!