«Fortschritt besteht nicht in der Verbesserung dessen, was war, sondern in der Ausrichtung auf das, was sein wird.» Khalil Gibran
Eine Anmerkung von den Mitwirkerinnen des «Politischen Kommentar», zum obigen Zitat:
Wir überlegen, ob wir dieses Zitat weiterverwenden sollen. Es stellt sich uns folgende Frage:
Ist Fortschritt ein leitender Begriff integraler Anpassung an den stetigen Wandel? Voraussetzung für jeden Zugang zu Visionen ist eine integrale Wahrnehmung dessen, was jetzt ist – und das befindet sich zwischen dem, was war und dem was sein könnte. Auch, was “besser wäre” ist Teil des aktuell Seienden. Der Spruch von Khalil Gibran kann auch als Disziplinierung gelesen werden.Was meinst du? Gerne lesen wir einen Kommentar von dir!
Erklärung zum Vorgehen und zum Ziel, des Politischen Kommentars
Der politische Kommentar der IP Schweiz ist das Ergebnis eines Prozesses, mit dessen Hilfe integrale Positionen zu eidgenössischen Abstimmungsvorlagen gefunden werden. Dabei wird ermittelt, ob eine Vorlage einen Schritt in die Richtung einer Vision einer integralen Gesellschaft bedeutet, das heisst, einen Beitrag zur Transformation der Gesellschaft leistet, oder ob das Anliegen nur eine sich im Kreis drehende Variante des Bestehenden ist. Die Vorlagen werden vom Politischen Ausschuss der IP Schweiz beurteilt.
Das Ergebnis dieses Ermittelns entspringt einer Momentaufnahme und findet Ausdruck in einer integralen Abstimmungsempfehlung mit konkreten Begründungen.
Das Ziel des Kommentars ist es, die Leserinnen und Leser zu animieren, mit ähnlichen, visionsorientierten Überlegungen zu ihrem je eigenen Ergebnis zu kommen. Das Ziel einer integralen Position ist es nicht, Recht zu haben, sondern die Menschen zu mehr Bewusstheit zu führen.
Die Verantwortlichen für diese Ausgabe sind: Pierrot Hans, Pascal Furrer, Remy Holenstein, Kathrin Schelker, Tizian Frey
1 – Volksinitiative «Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungsinitiative)»
Die Vorlage beruht auf einer Volksinitiative und lautet:
Eidgenössische Volksinitiative «Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungsinitiative)»
Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 94a Rahmen der Wirtschaft
- Die Natur und ihre Erneuerungsfähigkeit bilden den Rahmen für die schweizerische Gesamtwirtschaft. Wirtschaftliche Tätigkeiten dürfen nur so viele Ressourcen verbrauchen und Schadstoffe freisetzen, dass die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben.
- Bund und Kantone stellen die Einhaltung dieses Grundsatzes sicher; dabei tragen sie insbesondere der Sozialverträglichkeit im In- und Ausland der von ihnen getroffenen Massnahmen Rechnung.
Art. 197 Ziff. 13 13. Übergangsbestimmung zu Art. 94a (Rahmen der Wirtschaft)
- Bund und Kantone sorgen dafür, dass die durch den Konsum in der Schweiz verursachte Umweltbelastung spätestens zehn Jahre nach Annahme von Artikel 94a durch Volk und Stände die planetaren Grenzen gemessen am Bevölkerungsanteil der Schweiz nicht mehr überschreitet.
- Diese Bestimmung gilt namentlich in den Bereichen Klimaveränderung, Biodiversitätsverlust, Wasserverbrauch, Bodennutzung sowie Stickstoff- und Phosphoreintrag.
Konkrete Ausrichtung und Argumente der Initianten:
- Die Initiative fordert, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Dass die Schweiz nur so viele natürliche Ressourcen nutzt, dass die Lebensgrundlagen der Menschheit erhalten bleiben.
- Dafür brauchen wir einen grundlegenden Wandel der Wirtschaft, weg vom Profitstreben der Grosskonzerne und hin zu einer Wirtschaft, in der das Wohl von uns Menschen und der Umwelt im Zentrum steht.
- Dafür braucht es eine Ausbildungsoffensive und die Förderung nachhaltiger Arbeitsplätze, ebenso wie Investition in ökologische Infrastruktur, zum Beispiel erneuerbare Energie oder Fuss- und Velowege.
- Profitorientierte Konzerne haben einen grossen Teil der Umweltschäden verursacht. Darum müssen sie jetzt Verantwortung übernehmen und ihren finanziellen Beitrag für den Wandel der Wirtschaft und Gesellschaft leisten.
- Ein grosser Teil der Umweltbelastung der Schweiz entsteht im Ausland. Darum muss die Schweiz ihren Handel und die Arbeit ihrer Unternehmen nach ökologischen und sozialen Prinzipien ausrichten – auch im Ausland.
Mit der Initiative können wir viel gewinnen: Wir schaffen eine lebenswerte Zukunft, die mehr Gemeinschaft, Zeit und Nähe zur Natur bietet, indem wir im Einklang mit den natürlichen Grenzen des Planeten leben.
Der Bundesrat und die Räte lehnen die Initiative ab.
Auszüge aus der Botschaft des Bundesrates: :
Die Volksinitiative «Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungsinitiative)» will, dass wirtschaftliche Tätigkeiten nur so viele Ressourcen verbrauchen und Schadstoffe freisetzen, wie unsere natürlichen Lebensgrundlagen verkraften.
- Die damit einhergehenden enormen Transformationskosten wären für Staat und Wirtschaft und schliesslich auch für die Gesellschaft unverhältnismässig und untragbar [und gäben] im Konfliktfall der Ökologie den Vorrang gegenüber der Wirtschaft.
- Die BV [Bundesverfassung] enthält bereits zahlreiche Bestimmungen zur Nachhaltigkeit, lässt aber dem Gesetzgeber genügend Spielraum, um laufende Entwicklungen zu berücksichtigen. – Sie sind aber – anders als die Initiative – nicht mit einschneidenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen verbunden.
- Der Bundesrat und das Parlament haben zudem bereits verschiedene Ziele gesetzt und Massnahmen eingeleitet, um die natürlichen Ressourcen stärker zu schonen.
- Der Bundesrat erachtet es als zielführender, die laufenden Gesetzgebungs- und Strategieprozesse in den verschiedenen Politikbereichen fortzuführen.
Der Bundesrat empfiehlt deshalb die Initiative ohne direkten Gegenentwurf oder indirekten Gegenvorschlag zur Ablehnung.
Das integrale Zukunftsbild
In einer Integralen Gesellschaft gehören Wertschätzung und schöpferische Pflege einer umfassenden Biodiversität und der natürlichen Lebensgrundlagen zum persönlichen und gesellschaftlichen Bewusstwerdungsprozess. In diesem Sinne sind sie eine Selbstverständlichkeit. Eine integrale Gesellschaft trägt Sorge zum Wohl aller Menschen, aller Tiere, aller Pflanzen und der ganzen Erde.
Abstimmungsempfehlung: JA
Die Initiative vertritt ein Weltbild, das weitgehend mit der Vision der IP übereinstimmt. Dieses braucht dringend unsere Unterstützung. Wir empfehlen deshalb, die Initiative anzunehmen.
Unsere Überlegungen dazu:
- Die Initianten wünschen, dass die Grossunternehmen sich stärker an den gemeinschaftlichen Kosten beteiligen sollen. – Das finden wir gerecht, weil die Wirtschaft die meisten Gewinne nur mit Hilfe der Gemeinschaft erwerben kann.
- Ein grosser Teil der Umweltbelastung durch die Schweiz entsteht im Ausland, indem wir ausländische Erzeugnisse kaufen, indem viele schweizerische Firmen im Ausland tätig sind und dort auf die Mitwelt einwirken und indem wir Abfälle exportieren, was sich nicht durch Zertifikatshandel kompensieren lässt.
- Die Initiative verlangt, dass unsere Wirtschaft nicht nur im Inland sondern auch im Ausland die ökologischen und sozialen Prinzipien beachtet. – Das ist ganz in unserem Sinne und es steht der Schweiz gut an, in diesen Bemühungen auch international eine Vorreiterrolle einzunehmen.
- Der Bundesrat findet die Initiative unnötig, weil alle in der Initiative genannten Forderungen bereits in der Verfassung und in diesbezüglichen Gesetzen vorkommen. – Demgegenüber beobachten wir, dass die Mitwelt weiterhin leidet und Nachhaltigkeit keineswegs gewährleistet ist.
- Die Initiative ist ein mögliches zusätzliches Mittel, die Chancen zu verbessern, dass die erwähnten Bestimmungen auch umgesetzt werden.
- Der Bundesrat befürchtet, dass im Konfliktfall der Umweltschutz den Bestrebungen der Wirtschaft vorgezogen wird. – Dem gegenüber finden wir es notwendig, diese Prioritäten rasch umzukehren und die Mitweltbestrebungen höher zu gewichten.
- Es ist Zeit für die Einsicht, dass wir langfristig und in erweiterter Sichtweise vieles nicht mehr machen sollten, was sich kurzfristig zu lohnen scheint. – Vieles, was heute selbstverständlich für Wohlstand oder gar Mindeststandard gehalten wird, ist auf verschiedenen Ebenen überflüssig oder schädlich.
- Wenn die wirtschaftlichen Kosten im Sinne von ECOnGOOD berechnet werden, wird sofort klar, dass die Mitweltkosten höher gewichtet werden müssen als bisher.
Die besonderen Anliegen der IP
- Mit der Initiative gehen wir einen Schritt in die Richtung einer lebenswerteren Zukunft, die mehr Gemeinschaft, Zeit und Nähe zur Natur bietet, indem wir im Einklang mit den natürlichen Gegebenheiten des Planeten leben.
- Die Initiative trägt dazu bei, dass die Menschen vermehrt beginnen, global zu denken. Das motiviert uns, nachhaltig zu wirtschaften. Damit vermindern sich die Umwelt- und Klimakrise, das Artensterben, die Verschmutzung von Luft und Wasser sowie die Abnahme der Fruchtbarkeit der Böden. So schonen wir unser aller Lebensgrundlagen.
- Um die Ziele der Initiative zu erreichen, braucht es vermehrte Bildungsbestrebungen, welche eine ganzheitliche Entwicklung, insbesondere auch die geistig-spirituelle und psychologische Entwicklung fördern. Statt noch mehr Wachstum der Wirtschaft und der Infrastruktur brauchen wir alternative Lebensformen. Sie befreien uns Menschen von dem hektischen Streben nach immer mehr Materiellem.
- Wir Menschen leben heute grossteils abgetrennt von der Natur. Eine Integrale Gesellschaft nimmt Biodiversität als eine Grundlage für das Leben auf unserer Erde wahr, wodurch die Menschen sich als Teil in dieser Lebensvielfalt eingebettet erleben.
- Die jeweils lebende Generation nutzt die Ressourcen innerhalb des Kapazitäts-Rahmens unserer Erde und hinterlässt den kommenden Generationen bessere Lebensbedingungen als sie selbst angetreten hat.
- Wenn wir die Situation in der “äusseren Welt” als Spiegel der Situation in der “inneren Welt” ansehen, können wir die Parallele erkennen: Wir gehen mit uns selbst ebenso um wie mit der Erde. – Wir verbrauchen mehr Ressourcen als wir haben.
- Wir Menschen auf der Erde haben gelernt, diverse natürliche Begrenzungen dank besonderer Fähigkeiten, vertieften Wissens und selbst entwickelter Technologien zu überwinden. Damit kommt uns die Verantwortung zu, Kapazitätsgrenzen der Erde mit ihren diversen lebenspendenden Systemen zu respektieren und im Sinne des Ganzen kurz- und langfristig zu pflegen.



11 Responses
Zu Khalil Gibran:
Wenn Disziplinierung uns abhält unsere Visionen zu vergessen, dann ja! Und dann ist diese auch angebracht.
zum Zitat:
das Jetzt, das fehlt tatsächlich in diesem Zitat. wir sind nicht mehr wo und was wir waren. auch wenn wir noch nicht sind, wo wir hin wollen und was wir sein möchten. ausgangspunkt ist immer das jeweils aktuelle Jetzt.
deshalb darf das Zitat gern Platz machen, vielleicht für ein neues
Das was ist, hat das was war zur Ursache und das was sein wird, hat das was ist zur Ursache.
Das ist der Welten-Lauf.
Wenn wir im «Jetzt» mit unserer Stimme einen Tropfen für eine integrale Entwicklung abgeben können,… na dann tröpfelt herein! – …Bis wir zu einem Fluss werden.
(Ich lese bei Kalil «Fortschritt» als aktive Handlung für die «Entwicklung des Weltenlaufs», wo wir die Verantwortung selber tragen)
Zu Khalil Gibran:
Wenn Fortschritt als Evolution verstanden wird, stimmt für mich das Zitat. Dazu braucht es Information und Bildung, um möglichst viele ins Boot zu holen und das Anliegen zu ihrem eigenen zu machen. Vorschriften scheinen nicht zu fruchten, so auch nicht, wenn etwas nach Disziplinierung riecht.
Die Gründe für diese Umweltverantwortungsinitiative erscheinen, auf den ersten Blick, vernünftig und zeitgemäss.
Ist die heutige Wissenschaft überhaupt in der Lage, wirklichkeitsgemäss die planetaren Grenzen der Umweltbelastung zu bestimmen.
Umweltpolitik ist heute ein Geschäftsmodell und Herrschaftsinstrument, es geht um viel Geld!
Hier eine andere und differenzierte Sicht auf diese Initiative: https://demokratie-schweiz.ch/2025/01/26/umfassende-selbstverwaltung-statt-staatswirtschaft-nein-zur-umweltverantwortungsinitiative/
Sehr zu empfehlen für eine eigene Meinungsbildung zu dieser Initiative.
Ich habe das Interview von Istvan Hunter / Esfeld schon gelesen – und ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht !
> Wobei ich betonen möchte, dass ich beide durchaus sehr schätze (drum wohl enttäuscht).
Ich finde, dass die Argumentation insgesamt sehr rechthaberisch und ausgesprochen ideologisch geführt ist.
– Es wird das Schema «Links-Grün» hervorgehoben, das ein abgegriffenes unsachliches Argumentarium bedient.
– Es wird eine Wissenschaftskritik betrieben, die ich grundsätzlich sofort unterschreiben würde,
aber mit dem sachlichen Anliegen der Initiative im Wesentlichen nichts zu tun hat.
– Selbst das Argument des Dreigliederung, die ich grundsätzlich auch sofort unterstützen würde, wird hier in ihrer
negativen ‚Aufplusterung‘ auf ihre ideologische ‚Bürokratie‘ reduziert und damit beschädigt oder gar missbraucht.
Dass die Platzierung der Verantwortung für unsere Umwelt in der Verfassung angestrebt wird
stellt meiner Ansicht nach die Dreigliederung noch gar nicht in Frage
– bringt sie noch nicht in, sondern hinter den politischen Raum
– WIE sie im politischen Raum wirken kann/wird, ist noch ganz offen …
Die Verantwortung – als solche ja nicht bestritten – den Individuen und den Bereichen von Bildung und Gesundheit zuzuschieben,
mag oberflächlich überzeugen
– Jedoch beim heutigen Stand der Wissenschaftlichkeit bzw. unseres Wissens über unsere Um-/Mit-Welt und ihrer Grenzen
erscheint diese Forderung zumindest als reine Überforderung, wenn nicht gar als weitgehende
Missachtung der einzelnen Menschen und der Gesellschaft mit ihren ungenügenden Möglich-/Fähigkeiten.
Aktuell ist die – nicht institutionelle, sondern gesellschaftlich kommunikative – Sphäre der politischen Auseinandersetzung (noch)
ein ganz wesentlicher Zugang zum öffentlichen Gespräch und
es liegt an uns (zB. auch der IP, der NK, uns allen) diesen Raum entsprechend zu nutzen.
Die Initiative hat es zumindest geschafft, diesen Raum als öffentlichen anzusprechen und anzustossen
die Diskussion all der damit zusammenhängenden Fragen in die Öffentlichkeit zu tragen
und damit nicht nur den mehr oder weniger hermetischen Interessengruppen (inklusive Medien) zu überlassen.
> Und sie enthält (neben ideologischen) viele ‚echte‘ Anliegen von vielen Menschen,
die es nicht verdienen, einfach ideologisch weggewischt zu werden.
Eine Befürwortung – und sogar eine Annahme – der Initiative wird der Bewusstwerdung von Verantwortung bestimmt nicht schaden.
Es liegt an uns, unsere eigene Verantwortung und die unserer Mitmenschen zu stärken
und damit vielleicht auch eine längst notwendige Re-/Neu-Orientierung ‚der Wissenschaft‘
im Dienste von uns allen und der (nicht nur ’unserer‘) Umwelt
etwas näher bringen …
Ich finde es einigermassen haarstreubend, eine von sehr vielen als «eigentlich» positiv beführwortete Initiative in der aktuellen politischen Sphäre mit solch akademisch und pharasäisch zerzausenden Argumentationen zu sabotieren.
Begriffe wie beispielsweise «Fortschritt» können sehr unterschiedlich angelegt sein und/oder ausgelegt werden. So könnte beispielsweise damit ein technischer Fortschritt gemeint sein, der Menschen immer noch mehr von Maschinen abhängig werden, oder durch sie kontrollieren lässt. Eine ganz andere Art von Fortschritt bedeutet der Bewusstseinssprung, den die Menschheit unabdingbar braucht, wenn sie sich nicht selber zu zerstören will.
Die Umweltverantwortungsinitiative finde ich an sich ideell okay. Materiell scheint mir sie mir aber schwach. Weil unverbindlich und somit wirkungslos: so wie halt die Politik sein kann, wenn sie auf dem falschen Feld spielen will.
… und ein bisschen über unsere CH-Grenzen hinaus geschaut:
https://www.alliancesud.ch/de/umweltverantwortungsinitiative-planetare-grenzen-einhalten-ja-bitte
Die IP unterstützt mit ihrem wohlmeinend daherkommenden Argumentarium, wohl eher versehentlich, die PR von WEF & Co., die mit ihrer totalitären «Agenda 2030» sicher nicht am Wohl der Welt interessiert sind, sondern an deren totaler Steuerbarkeit und Verwertung – beides wohlgemerkt im doppelten Sinn.
Indem zB die U-Initiative in Art. 94a (Rahmen der Wirtschaft) an vorderer Stelle die Klimaveränderung einbeziehen will, stützt sie das bereits von einer Vielzahl seriöser Wissenschaftler definitiv widerlegte, aber für etablierte Interessengruppen nun mal höchst profitable Propaganda-Narrativ des angeblich «menschengemachten Klimawandels». Diese Profitabilität soll nun offenbar mit Hilfe der U-Initiative weiter zementiert werden. Und auf der nachweislich falschen Grundlage der angeblichen Beeinflussbarkeit des Klimawandels durch den Menschen will die U-Initiative der Exekutive nun also eine umso willkürlicher auslegbare und somit umso gefährlichere Gesetzesgrundlage liefern – freie Bahn für neue Zwangsmassnahmen und sprudelnde Profite von Zertifikatsverkäufern aller Art.
Nebenbei: Die Schweiz steht dank der politischen «C»-Jünger noch unter «Notrecht»… was kann in Kombination mit einer ggf angenommenen «U-Initiative» daraus wohl noch gemacht werden…?
Diese Gefahr umso ernster genommen werden, da ja die WHO das «Klima» schon als als eine der grossen Gesundheitsbedrohungen deklariert hat (siehe meinen folgenden Post).
Haben wir von der Fähigkeit der Exekutive, trotz mangelnder Evidenz «Massnahmen» zu erfinden und durchzudrücken, wirklich noch nicht genug?
Die Schweizer Politik könnte m. E. in Bezug auf Umweltschutz viel mehr erreichen, wenn sie, zB auf Grundlage einer Neutralitäts-Initiative, sich künftig konsequent, unparteiisch und konstruktiv für Frieden und damit verbunden auch ein Ende der Umweltzerstörung durch Kriege einsetzen würde. Gegen den Biodiversitätsverlust und die Verseuchung des Trinkwassers könnte man schon längst sehr effektiv vorgehen, indem man die Verseuchung von Umwelt, Böden und Trinkwasser durch Geoengineering, Glyphosat und weitere Gifte endlich mal beenden würde. Etc….
Im Übrigen fände ich es zur Erhaltung zumindest eines Rests an Biodiversität auch hilfreich, die Insekten- und Vogelwelt nicht zusätzlich zur bisherigen Umweltvergiftung auch noch durch (von der U-Initiative wohl als «erneuerbare Energie» befürwortete) Windkraftwerke zu schreddern.
Danke für den Kommentar. Dazu, dass die Schweiz heute noch unter «Notrecht» steht, dazu konnte ich keine Quellen finden.
Falls das Covid-19-Gesetz gemeint war, so ist dieses ja nicht als Notverordnung in Kraft gesetzt worden, sondern durch Parlamentsbeschluss (auch wenn der ursprüngliche Text wohl der vorausgehenden Notverordnung glich).
Das vom Parlament beschlossene Gesetz wurde auch durch Referendum bestätigt.
Ich bin kein Jurist, und mir scheint doch, dass die vielfach kritisierten, im Gesetz enthaltenen Massnahmen z.B. zu Impfzertifikaten alle mittlerweile nicht mehr in Kraft sind. Die Massnahmen sind ausgelaufen. Deshalb auch die vielen Abschnitte mit «…» im oben verlinkten Gesetzestext.
Übrig geblieben scheinen mir im wesentlichen wirtschaftliche Massnahmen.
Durch die breite Annahme durch Parlament und Volk handelt es sich hier wohl nicht um eine Notverordnung des Bundesrats, die sonst wohl landläufig als «Notrecht» bezeichnet wird.
Hinzufügen möchte ich gerne: Die integrale Perspektive ist für mich eine wertschätzende Perspektive, in denen Menschen nicht pauschal als Gruppen entpersonifiziert oder herabgewürdigt werden.
Statt dessen sucht integrale Politik den Dialog und erkennt an, dass alles mit allem verbunden ist. «Die WHO» und «die Regierung» oder die «C-Jünger» sind Menschen wie wir. Wir sind all‘ diese Gruppen.
Ich wünsche mir, dass wir uns in der integralen Gesellschaft auf Augenhöhe begegnen können und in zuhörendem, wertschätzenden Austausch miteinander sein können.
In der integralen Politik spielen wir nicht «Schach» gegeneinander, um uns individuelle Vorteile zu verschaffen. Statt dessen spielen wir «Puzzle» und erschaffen gemeinsam lebensdienliche Rahmenbedingungen für unser friedliches Zusammenleben.
Das ist natürlich leichter gesagt als getan! Und doch möchte ich in diesem Sinne handeln und kommunizieren.
Ergänzung meines vorhergehenden Posts (Quelle):
WHO fordert Regierungen auf, die Landwirtschaft weltweit zu verbieten, um «den Planeten zu retten»
In einer Videoansprache erklärte der Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus:
«Unsere Lebensmittelsysteme schaden der Gesundheit der Menschen und des Planeten. Lebensmittelsysteme tragen zu über 30 Prozent der Treibhausgasemissionen bei und sind für fast ein Drittel der weltweiten Krankheitslast verantwortlich. Eine Umstellung der Lebensmittelsysteme auf eine gesündere, abwechslungsreichere und stärker pflanzlich geprägte Ernährung ist daher unerlässlich.»
«Wenn die Lebensmittelsysteme eine gesunde Ernährung für alle ermöglichen, könnten wir jährlich 8 Millionen Menschenleben retten», so Tedros. «Die WHO hat sich verpflichtet, die Länder bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährung und zur Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen.
Ich freue mich daher sehr, dass mehr als 130 Länder die Code 28 UAE-Erklärung zu Klima und Gesundheit unterzeichnet haben. Gemeinsam können wir die Gesundheit der Menschen und des Planeten schützen und fördern. Ich danke Ihnen.»
Will man sich noch wundern über den unfassbaren Stress, dem man derzeit die Landwirte und Bauern aussetzt mit den diversen schwerwiegenden Bedrängnissen? …
https://twitter.com/TPostMillennial/status/1739686731262161403
Wer in der Schweiz für die Umweltverantwortungsinitiative stimmt, wird der WHO damit, wenn auch ungewollt, Beihilfe bei der Ausrufung weiterer, am «Klimaschutz» aufgehängter «Notstände» und entsprechender «Massnahmen» wie der Vernichtung der traditionellen Landwirtschaft leisten.
Und damit wäre «gut gemeint» wieder einmal das Gegenteil von gut.