Die Haltung der IP Schweiz zur Eidg. Volksinitiative «Für eine zivilstandsunabhängige Individualbesteuerung (Steuergerechtigkeits-Initiative)»
Was die Initiative will
Die Initiative will eine Besteuerungsmethode, bei der das Einkommen jeder natürlichen Person einzeln besteuert wird. Die Höhe der Steuer richtet sich dabei einzig nach dem Einkommen des Individuums. Heute werden verheiratete Paare und gleichgeschlechtliche Paare, welche in einer eingetragenen Partnerschaft leben, gemeinsam besteuert. Dadurch entsteht eine Ungleichbehandlung von verheirateten und nicht verheirateten Personen.
Integrales Zukunftsbild
Frauen und Männer, verheiratete und unverheiratete, und Menschen aller nur denkbaren sexuellen Ausrichtungen und Minderheiten sind gleichwertig. Eine integrale Gesellschaft bringt diese Gleichwertigkeit auch in der Besteuerung zum Ausdruck.
Die Empfehlung der IP Schweiz
Die Initiative geht vollständig in die Richtung unseres Zukunftsbildes. Die IP empfiehlt, die Initiative zu unterzeichnen und zu unterstützen.
Unsere wichtigsten Begründungen
- Die Initiative treibt die Gleichstellung der Geschlechter voran.
- Die Initiative schafft die sogenannte «Heiratsstrafe» ab: Das Zusammenrechnen von beiden Einkommen eines Paares führt zu höheren Steuern als die Summe der individuellen Steuerrechnungen. Die Individualbesteuerung schafft die notwendigen steuerlichen Anreize, dass sich Arbeit für beide Partner*innen lohnt.
- Die Initiative ist ein Schritt zu mehr Gender-Gerechtigkeit.
Hier kann man die Initiative unterschreiben
https://www.individualbesteuerung.ch
Verantwortlich für die Beurteilung
Diese Beurteilung wurde vom Kompetenzzentrum KOM «Initiativen & Referenden» der IP Schweiz im April 2021 vorgenommen. Die Verantwortlichen: Susanne Baumann, Anike von Burg, Barbara-Lilith Picard, Margreth Schmutz, Gary Zemp.


